Erstellt am 08. März 2016, 05:04

Windenergie ist im Allzeithoch. Aktuelle Umfrage zeigt: Die Windenergie ist in Österreich beliebt – 78 Prozent der Bevölkerung wollen Windräder zur Stromerzeugung errichtet wissen.

 |  NOEN, Jürgen Pletterbauer
Dass die österreichische Bevölkerung Atomstrom klar ablehnt und hinter dem Ausbau erneuerbarer Energien wie Windenergie steht, zeigt eine aktuelle Umfrage der IG Windkraft.

„Gerade jene Menschen, die bei Windrädern wohnen, befürworten die Windenergie sehr stark“, berichtet Gudrun Auinger vom Umfrageinstitut Jaksch und Partner.

52 Prozent der befragten Personen, die bei Windrädern wohnen, stellen Vorteile für die Region durch die Windenergie fest. 62 Prozent sehen auch keine Nachteile, während gerade 22 Prozent diese anmerken. Mehr als die Hälfte der artikulierten Nachteile beziehen sich lediglich auf die optische Wahrnehmung von Windrädern. Auf die subjektiv wahrgenommene Lebensqualität hat die Windenergie kaum Auswirkungen.

Und wenn, dann positive. Für den weiteren Ausbau der Windenergie gehen mehr als die Hälfte der bei Windrädern lebenden Personen von keiner Änderung der persönlichen Lebensqualität aus, während nicht einmal 10 Prozent negative Auswirkung erwarten. Für 23 Prozent würde sich die Lebensqualität subjektiv sogar verbessern. Auch hier zeigt sich, dass in jenen Regionen, in denen die Windenergie am stärksten ausgebaut ist, die Vorteile am meisten artikuliert werden.

„Natürlich sind wir bei der Planung von Windparks immer wieder mit Sorgen und Ängsten von zukünftigen AnrainerInnen von Windparks konfrontiert“, erklärt Andreas Dangl, Vorstandsvorsitzender der WEB Windenergie AG, und ergänzt abschließend: „Dass diese jedoch völlig unbegründet sind, zeigt die aktuelle Befragung wieder einmal sehr deutlich. Die Studie ist deshalb so aussagekräftig, weil sie sich sehr intensiv mit jenen Menschen beschäftigt hat, die bereits länger in unmittelbarer Nähe von Windparks wohnen.

Zur Umfrage

Untersuchung vom Institut für statistische Analysen Jaksch & Partner GmbH, 22. April 2015; Methode: 800 telefonische Interviews; Zielgruppe: repräsentative Befragung der Wohnbevölkerung in Niederösterreich und im nördlichen Burgenland ab 16 Jahren