Erstellt am 11. März 2016, 05:04

Stromsparen: So wird’s gemacht. Ein Leben ohne Strom ist heute undenkbar, rund um die Uhr steht Energie zur Verfügung. Dabei darf man eines nicht vergessen: Die beste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Hier einige Tipps!

 |  NOEN, Elena Elisseeva / Shutterstock.com

Effiziente Geräte kaufen

Effiziente Geräte erkennen Sie am Energielabel. Kaufen Sie nur Produkte der effizientesten Energieklasse. Auf lange Sicht macht sich das bezahlt! Für Haushaltsgroßgeräte wie Kühl- und Gefriergeräte, Geschirrspüler, Waschmaschinen ist das die Energieeffizienzklasse A+++.

Meistens verfügen diese Geräte auch über eine bessere Ausstattung und einen größeren Funktionsumfang. Auch bei Wäschetrocknern und Klimageräten ist A+++ die höchste Energieeffizienzklasse. Diese Geräte benötigen aber bis zu fünf Prozent des gesamten Stromverbrauchs. Diesen Anteil können Sie sparen, wenn Sie die Wäsche an der Leine trocknen und anschließend stoßlüften.

Achten Sie beim Neukauf von TV-Geräten auf die optimale Bildschirmgröße. Die Bildschirmdiagonale sollte etwa 2,5 mal so groß wie der Sitzabstand sein. Größere Bildschirme brauchen mehr Strom. Die effizientesten TV-Geräte finden Sie auf: www.topprodukte.at

Heizungspumpe prüfen

Unbemerkt verbrauchen alte Heizungspumpen fast so viel Strom wie die ganze Beleuchtung. Wenn Ihre Heizungspumpe einen Regler für mehrere Leistungsstufen hat, können Sie versuchen, ob Sie mit einer niedrigeren Stufe das Auslangen finden. Bei Pumpen, die älter als acht Jahre sind, kann sich der Austausch auf Energie sparende Pumpen, die ihre Leistung automatisch anpassen, lohnen. Begrenzen Sie die Laufdauer von Zirkulationspumpen für die Warmwasserbereitung mit einer Zeitschaltuhr.

EDV und Bürogeräte

Strom sparende Bürogeräte können Sie anhand verschiedener Gütesiegel erkennen: dem Energy Star, dem Blauen Engel und dem TCO-Siegel. Eine Übersicht über Geräte, die diese Siegel tragen, finden Sie auf den websites der Gütesiegel: www.eu-energystar.org , www.blauer-engel.de , www.tcodevelopment.com .
Multifunktionsgeräte, die z. B. Fax, Drucker, Scanner und Kopierer verbinden, sparen Strom und Platz. Laptops brauchen weniger Strom als Computer.

Stromfresser ausschalten

Meistens sind es Büro- und Unterhaltungsgeräte, die in Bereitschaft gehalten werden und dabei viel Strom verbrauchen. Verwenden Sie für Drucker, Computer, WLAN-Router, Bildschirme, Fernseh- und Videogeräte sowie Stereoanlagen ausschaltbare Steckerleisten.

Wellnessgeräte & Co

Schwimmbäder, Whirlpools, Saunaofen, Infrarotkabinen und Solarien brauchen viel Strom. Effizienter ist eine öffentliche Nutzung. Vom Putzen und Reinhalten sind Sie so entlastet. Viel Strom benötigen auch Wasserbetten zum Aufheizen des Wassers auf Liegetemperatur. Mit Zeitschaltuhren kann man die Aufheizdauer von Wasserbetten und die Laufzeit von Wasserpumpen sinnvoll begrenzen. Bei einem Aquarium, das bis zu einem Viertel der Stromkosten eines Haushalts kommen kann, ist das Sparen nur bei der Beleuchtung möglich.

Beleuchtung

Durch Energie sparende Lampen lässt sich der Energieverbrauch zumindest halbieren. Ersetzen Sie Ihre Leuchten sukzessive mit LED-Lampen. Ihre volle Lichtleistung ist sofort verfügbar. Sie haben eine lange Lebensdauer und sind sehr schaltfest. LED-Lampen sind zwar etwa doppelt so teuer wie Energiesparlampen, sie halten aber auch etwa doppelt so lange und brauchen noch weniger Strom.

LED-Lampen rechnen sich gegenüber Energiesparlampen innerhalb von zehn Jahren und im Vergleich zu Glühlampen innerhalb von zwei bis drei Jahren.

Energieberatungshotline der Energie- und Umweltagentur NÖ:
02742 221 44

Weitere Ratgeber und Broschüren finden Sie auf:
www.energieberatung-noe.at


Spar-Maßnahmen ohne Investitionskosten:

  • Wäsche mit 30 Grad und 40 G rad Celsius waschen, auf die Vorwäsche und auf wärmere Temperaturen verzichten
  • Wasch- und Geschirrspülmaschine voll beladen
  • Wäsche mit hohen Schleuderzahlen trocknen
  • Wäsche an die Leine: auf Wäschetrockner verzichten
  • Waschmaschine und Geschirrspüler ans Warmwasser anschließen, wenn Solaranlage vorhanden
  • Temperatur im Kühlschrank auf 7 G rad Celsius erhöhen und im Gefrierschrank auf minus 18 Grad Celsius
  • Warmwassertemperatur auf 60 G rad Celsius begrenzen
  • Kühl- und Gefrierschrank nur kurz öffnen, nur abgekühlte Lebensmittel reinstellen
  • Tiefgekühlte Lebensmittel zeitgerecht im Kühlschrank auftauen
  • Deckel beim Kochen verwenden 
  • Wasser- und Eierkocher verwenden
  •  Mit wenig Wasser kochen 
  •  Dampfdruckkochtopf verwenden
  •  Auf Vorheizen im Backrohr verzichten
  • Kleine Speisen in der Mikrowelle wärmen
  • Restwärme beim Kochen und Backen nutzen
  • Einsatzdauer von Schwimmbadpumpen und Wasserbettenheizungen mit Zeitschaltuhr begrenzen
  • Duschen statt baden 
  • Schwimmbad, Saunen, Whirlpools, Infrarotkabinen und Co. öffentlich nutzen
  • Leitungswasser statt Wasser in Flaschen trinken: spart  Kühl- und private Transportenergie
  • Laptop statt PC verwenden
  • Auf Deckenfluter verzichten, auf gezielte Beleuchtung achten
  • Prüfen, ob Heizungspumpe um eine Leistungsstufe zurückgeschalten werden kann

 


Spar-Maßnahmen mit Investitionskosten

  • Alte Heizungspumpen auf hocheffiziente tauschen
  • Thermische Solaranlage, Warmwasserwärmepumpe beziehungsweise Photovoltaikanlage installieren
  • Wasser sparende Armaturen und Perlatoren einsetzen
  • Alte Haushaltsgeräte mit hohem Stromverbrauch durch neue effiziente Geräte (A+++) ersetzen
  • Glühbirnen und Halogenlampen gegen LED-Lampen tauschen
  • Im Stand-by-Modus stromfressende Geräte an eine abschaltbare Steckerleiste anschließen
  • Nicht zu große Bildschirme kaufen

Wissen to go: Kühlschrank

Der Kühlschrank ist der größte Energiefresser im Haushalt - Wie man die Kosten für den 24/7-Betrieb senken kann, zeigt folgendes Video: