Erstellt am 27. November 2015, 17:10

Wanderziele für alle Jahreszeiten. Im Allgemeinen heißt es ja, dass es gar kein schlechtes Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung. So ist es auch beim Wandern.

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Outdoor-Fans werden die richtige Bekleidung für ihre Aktivitäten unter dem freien Himmel umso mehr zu schätzen wissen, nicht zuletzt auch deshalb, weil sie ihrem Hobby natürlich durch das ganze Jahr hindurch nachgehen möchten. Wer sich nach dem bewährten Zwiebelprinzip Schicht für Schicht in unterschiedliche Materialien hüllt – von der Funktionsunterwäsche gegen den Schweiß bis zum robusten Schutz gegen die Witterung – und für die Schuhwahl die richtige Beratung in Anspruch nimmt, ist für ganzjährige Unternehmungen bestens gewappnet.

Winter

Der Winter naht und das gilt nicht allein für Anhänger der Serie „Game of Thrones“. Die Aussicht auf niedrige Temperaturen und Schneefall ist selbstverständlich kein Grund, die Wanderschuhe im Schrank zu lassen. Denn gerade im Winter kann sich beispielsweise ein Ausflug zur Hochwurzen lohnen, die gleich mehrere Winterwanderwege zu bieten hat.

Auf dem 4-Jahreszeiten-Wanderweg geht es über rund sechs Kilometer auf einem eigens präparierten Weg durch den Hochwald hinauf zur Bergstation auf dem Hochwurzengipfel. Auf der ungefähr 2,5 Stunden langen Strecke gilt es fast 600 Höhenmeter zu überwinden. Dafür locken nicht nur die Ausblicke, sondern auch der Rückweg: Der kann bei ausreichender Schneehöhe nämlich mit dem Rodel auf der sieben Kilometer langen Rodelbahn zurückgelegt werden.

Frühling

Für eine Wanderung im bevorstehenden Frühling bietet sich der Rebenwanderweg Spielfeld an der Südsteirischen Weinstraße an. Der Rundweg ist in zwei unterschiedlichen Varianten zu erwandern, von denen die längere über elf Kilometer verläuft und – ohne die Inanspruchnahme etwaiger Einkehrmöglichkeiten – zirka vier Stunden in Anspruch nimmt.

Wer die steirische Weinstraße im Frühling verpasst hat, kann sich auch im Herbst an ihrer Landschaft erfreuen.  |  commons.wikimedia.org, HfrancH (Public Domain)

Teilweise ist der Streckenverlauf identisch mit dem Spielfelder Weingärten-Natur-Kultur-Archäologieweg, so dass unterwegs nicht nur die Weinberge der Südsteiermark genossen, sondern auch allerlei Wissenswertes über den dort angebauten Wein, die Weinberge, die Geologie und die Pflanzenwelt der Region in Erfahrung gebracht werden kann. Wer ausschließlich den kürzeren Erlebnisrundwanderweg – die Strecke beträgt etwa 5,5 Kilometer – nutzen möchte, sollte dafür dennoch rund drei Stunden einplanen. Immerhin sind die Höhenunterschiede auf sämtlichen verfügbaren Routen nicht der Rede wert.

Sommer

Das sieht bei einem Ausflug in das Martelltal kurz hinter der italienischen Grenze schon wieder ganz anders aus, allerdings verspricht der Aufstieg auf die Vordere Rotspitze mehr als nur eine Abkühlung von den sommerlichen Temperaturen im Tal. Denn die Rotspitze gehört, wenn auch nur knapp, zum Klub der Dreitausender: 3.033 Meter misst sie bis zur Spitze.

Von der Vorderen Rotspitze geht der Blick unter anderem über den Zufrittsee.  |  commons.wikimedia.org, Erwin Lindemann (Public Domain)

Ausgangspunkt für die Gipfelbesteigung ist Talschluss, von wo aus es über eine Strecke von 12,5 Kilometer und etwas mehr als 1.000 Höhenmeter hinauf geht. Bis zum Schönbichl auf 2.636 Metern ist der Weg noch wenig steil und führt zuerst durch den Wald und anschließend über Grashänge.

Danach wird der Aufstieg etwas anspruchsvoller, denn das Gelände besteht aus Geröll, die steile Rinne zum Gipfel ist aber mit Seilen gesichert. Trotzdem ist hier stellenweise statt Wandern schon Klettern angesagt. Entschädigt wird die Mühe allemal durch den Blick auf die umliegenden Gletscher und Gletscherseen.

Herbst

Als Ausgleich zu den zurückgelegten Höhenmetern eignet sich eine vergleichsweise entspannte Herbstwanderung entlang des Donausteigs. Auf einem Netz von Wanderwegen mit 450 Kilometern Länge, auf denen außerdem 40 Rundwanderwege zum Erkunden des Hinterlandes einladen, lassen sich die unterschiedlichsten Natur- und Kulturlandschaften erkunden.

Das Angebot ist für Weit- und Etappenwanderer ebenso ausgelegt wie für jene, die womöglich nur einen kurzen Ausflug mit der Familie unternehmen wollen, um die Landschaft zu genießen oder sich in die Donausagen entlang der Wege zu vertiefen. Und wer gar nicht laufen mag – das ganze lässt sich auch per Fahrrad absolvieren.