Erstellt am 10. November 2015, 13:58

Wohnungskauf - darauf ist zu achten. St. Pölten ist beliebt als Wohnort. Das zeigt sich unter anderem in der Entwicklung der Einwohnerzahl.

 |  Pixabay.com, Unsplash (CC0 1.0)

Nach dem offiziellen Internetportal der Stadt hat diese im letzten Jahrzehnt um mehr als fünf Prozent zugenommen. Das liegt wohl an verschiedenen Faktoren. So bietet die Landeshauptstadt Niederösterreichs als wichtiger Wirtschaftsstandort viele berufliche Perspektiven für Arbeitssuchende und alle, die ihre Karriere voranbringen möchten.

Zusätzlich kann St. Pölten mit einer hohen Lebensqualität punkten. Die malerische Altstadt mit ihren Jugendstilgebäuden begeistert nicht nur Touristen. Dasselbe gilt für die Nähe zu beliebten Skigebieten und das breite Kulturangebot in der Stadt. Doch mit welchen Kosten ist ein Umzug nach St. Pölten verbunden?

Wohnungspreise im Mittelfeld

Derzeit liegt der Quadratmeterpreis für den Wohnungskauf in St. Pölten bei durchschnittlich 1.994 Euro. Zum Vergleich: In Amstetten kostet der Quadratmeter aktuell im Durchschnitt 1.466 Euro. Wer in die unmittelbare Umgebung von Wien ziehen will, bezahlt dafür 3.368 Euro.

Damit lässt sich festhalten, dass der Wohnungskauf in St. Pölten weder besonders billig noch besonders teuer ist. Experten raten dem Wirtschaftsblatt zufolge aktuell eher zum Kauf als zur Miete. Anders sieht es mit Wien oder Salzburg aus. Hier gilt es als finanziell vorteilhafter zu mieten. Denn die damit verbundenen Kosten hat man beim Immobilienkauf in der Österreicher Hauptstadt oft erst nach mehreren Jahrzehnten wettgemacht. In St. Pölten dauert es nur etwa 18 Monate.

Zu beachten ist, dass die Preise für Wohnungen in St. Pölten in der jüngsten Vergangenheit stark angestiegen sind – deutlich stärker als die Mieten. Wer sich mit dem Gedanken trägt, in der niederösterreichischen Hauptstadt eine Wohnung zu erwerben, sollte diesen Plan also möglichst bald umsetzen. Auf immowelt.at lassen sich Wohnungen selektiert nach Zimmerzahl, Art der Wohnung und weiteren Parametern suchen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten:

  • Die Preise für Wohnungen in St. Pölten sind stark angestiegen. 
  • Im Vergleich mit anderen Gegenden in Niederösterreich sind sie etwa im Mittelfeld anzusiedeln. 
  • Derzeit gilt das Kaufen von Wohnungen in St. Pölten langfristig als günstiger als das Mieten.

Was ist sonst noch zu beachten?

Der Kaufpreis für die Wohnung allein ist nicht der einzige finanzielle Faktor, der beim Wohnungskauf zu beachten ist. Daneben sind noch eine Reihe weiterer Kosten zu berücksichtigen. Dazu gehören:

  • Grunderwerbsteuer: Sie beträgt derzeit 3,5 Prozent des Kaufpreises. Wer von einem nahen Verwandten kauft, bezahlt nur 2 Prozent. 
  • Eintragung ins Grundbuch: Dafür werden 1,1 Prozent des Kaufpreises fällig beziehungsweise mehr wenn eine Belastung durch eine Hypothek gegeben ist. 
  • Beglaubigung der Unterschriften: Für die Eintragung ins Grundbuch müssen die Unterschriften auf dem Kaufvertrag notariell oder gerichtlich beglaubigt werden. 
  • Kosten für Notar oder Anwalt: Kaum jemand kann beim Wohnungskauf auf einen Notar beziehungsweise auf einen Anwalt verzichten – allein bei der Formulierung des Kaufvertrags. Die damit verbundenen Gebühren betragen in aller Regel 1 – 3 Prozent des Kaufpreises. 
  • Finanzierung: Wer eine Wohnung nicht in einem Rutsch bezahlt, nimmt meist eine Finanzierung auf. Damit verbunden sind regelmäßige Kosten inklusive Zinsen.

Ein Wohnungskauf kann schnell zu einer schwerwiegenden finanziellen Belastung werden. Damit es zu keiner Überbelastung kommt, ist es wichtig, noch vor den Kaufverhandlungen die eigene finanzielle Situation gründlich zu überdenken. Dabei sollten Kaufinteressenten auf keinen Fall zu optimistisch kalkulieren. Stattdessen ist es empfehlenswert, Spielraum für spontan auftretende Kosten mit einzukalkulieren. Auf diese Weise lassen sich böse Überraschungen umgehen.

Hohe Lebensqualität hat ihren Preis

Das Wohnen an beliebten Orten ist in aller Regel teuer. In dieser Hinsicht sind Immobilien in St. Pölten immer noch vergleichsweise billig. Wer sich mit dem Gedanken trägt, dauerhaft in die Landeshauptstadt zu ziehen, sollte die Gelegenheit nutzen und sich auf dem Wohnungsmarkt umsehen, bevor die Preise weiter steigen. Dabei gilt es allerdings, gründlich zu kalkulieren. Wer seine Finanzen nicht realistisch einschätzt, erlebt schnell eine böse Überraschung beim Wohnungskauf.