Erstellt am 12. Oktober 2015, 08:39

Tipps für den winterfesten Gartenteich. Im Garten gibt es immer etwas zu tun, denn er gehört zu den Hobbys, die ganzjährig Aufmerksamkeit verlangen.

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Das gilt selbstverständlich auch für den Teich, den es gerade jetzt vor der kalten Jahreszeit zu schützen gilt. Vor allem herabfallendes Laub und niedrige Temperaturen können für Wasserqualität, Pflanzen und Tiere problematisch werden.

Das Laub muss weg

So erfreulich der Anblick bunt gefärbter Bäume im Herbst auch ist, für den Gartenteich kann das abgeworfene Laub ein ernstes Problem werden. Sinkt es auf den Teichgrund, wird es dort zu Faulschlamm zersetzt, der sich nachteilig auf die Wasserqualität auswirkt. Abhilfe schafft das regelmäßige Entfernen mit einem Kescher. Wer sich die Mühe sparen möchte, kann den Teich einfach mit einem Netz überspannen. Auf diese Weise gelangt das Laub gar nicht erst in das Wasser.

Wasserpflanzen zurecht stutzen

Abgestorbene Blätter von Seerosen oder ähnlichen Schwimmpflanzen sollten aus ähnlichen Gründen vor dem Winter entfernt werden. Dazu ist möglicherweise der Einsatz einer Teichschere notwendig, um die Pflanzen trockenen Fußes erreichen zu können. Unterwasserpflanzen sollten am besten auch ausgedünnt werden, allerdings nicht zu sehr: Bestimmte Pflanzenarten dienen Fischen in den kalten Monaten als Sauerstofflieferanten. Anders verhält es sich mit Fadenalgen, die für eine Verschlechterung der Sauerstoffzufuhr im Wasser und im schlimmsten Fall für eine Vergrößerung der Faulmasse auf dem Grund sorgen.

Schilf zurückschneiden

Falls der Gartenteich von Röhricht umgeben ist, sollte auch dieser vor dem Winter beschnitten werden. Eine vollständige Entfernung ist aber aus verschiedenen Gründen zu vermeiden. Zum einen nutzen viele Insekten den Schilfgürtel gerne für ihre Überwinterung, zum anderen unterstützen die Halme gerade bei einer dichten Eisdecke den Gasaustausch. Daher ist es empfehlenswert, etwa 20 Zentimeter stehen zu lassen.

Teichpflanzen vor Frost schützen

Ein weiterer wichtiger Aspekt in Sachen Bepflanzung: Während einheimische Wasserpflanzen wie Seerosen oder Wasserschwertlilie den Winter schadlos überstehen, sieht es bei exotischeren Vertretern ganz anders aus. Wasserhyazinthen oder Lotospflanzen reagieren empfindlich auf Frost, können aber einfach für die Dauer der kalten Jahreszeit aus dem Teich entfernt und in einem Eimer mit Wasser im Haus oder einem anderen frostfreien Raum aufbewahrt werden. Einzig ausreichend Licht ist dann für ein unbeschadetes Überwintern von Nöten.

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Gegen den Faulschlamm

Sind die Pflanzen versorgt, kann der Teich selber in Angriff genommen werden. Wichtig ist unter anderem das Entfernen von übermäßigem Faulschlamm. Der sorgt durch Fäulnisprozesse dafür, dass sich im Wasser giftige Schwefelwasserstoffe oder Methan bilden. Zusätzlich zur Bekämpfung der oben genannten Pflanzenreste sollte daher die bestehende Schlammschicht möglichst abgetragen werden. Dazu reicht je nach Teichgröße schon ein Eimer, technisch versiertere Teichbesitzer können auch zu einem elektrischen Schlammsauger greifen.

Teichpumpen und Filter ins Haus

Teichpumpen und Filteranlagen sind für eine saubere Teichlandschaft von großer Bedeutung, brauchen aber auch selber eine ausreichende Pflege. Damit sie durch das gefrierende Wasser im Winter keine Schäden davontragen, sollten sie rechtzeitig aus dem Teich entfernt, gereinigt und bis zu ihrem erneuten Einsatz im Frühling eingelagert werden. Für Wasserspeier oder Fontänen empfiehlt sich dasselbe Vorgehen. Eine Wassertiefe von mindestens 80 Zentimetern ist übrigens genügend, um Tauchpumpen über den Winter bedenkenlos im Teich zu lassen.

Geschlossenen Eisdecken vorbeugen

Auch wenn es im Winter schön anzusehen ist, eine zugefrorene Wasseroberfläche kann für den Teich und etwaige Bewohner zur Belastungsprobe werden. Während das Erfrieren von Fischen im Teich eigentlich nur durch eine ausreichende Wassertiefe verhindert wird – auch hier sind mindestens 80 Zentimeter notwendig –, kann der Gefahr von Sauerstoffmangel oder einer zu hohen Belastung durch Faulgase mit einem Eisfreihalter begegnet werden. Diese wirken einem vollständigen Schließen der Eisdecke entgegen und ermöglichen so den nötigen Gasaustausch des Teichs.