Erstellt am 03. März 2016, 05:04

von Erwin Nußbaum

30 Einbrüche in 14 Tagen. Polizei ermittelt bei Delikt-Serie in Raasdorf und Umgebung "in alle Richtungen" FP-Bezirkschef Herbert Steindl fordert sofortige Umsetzung eines Sicherheits-Konzeptes.

FP-Bezirkschef Steindl fordert Wiedereinführung von Bundesheer-Assistenzeinsatz.  |  NOEN, NÖN

Die Angst geht um in Raasdorf und Umgebung: Die Polizei registrierte in den vergangenen 14 Tagen rund 30 Einbrüche in der Marchfeldgemeinde und im benachbarten Markgrafneusiedl – bei einem davon wurde eine 75-jährige Frau mit Pfefferspray attackiert ( die NÖN berichtete ).

Die Landespolizeidirektion NÖ vermutet eine ganze Gruppe von Tätern hinter den Delikten. Die Möglichkeit, dass auch mehrere Einzeltäter hinter den Einbrüchen stecken, könne aber nicht ausgeschlossen werden. Generell werde in alle Richtungen ermittelt.

Die Einbrüche in Raasdorf und Umgebung reihen sich in eine Serie von Delikten ein, die den Bezirk seit einigen Wochen in Aufruhr versetzen. Darunter fallen auch Einbrüche in Bildungseinrichtungen in Groß-Enzersdorf, Lassee und Orth.

Steindl fordert Fünf-Punkte-Sicherheitskonzept

Um das Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung wieder zu stärken, fordert FP-Bezirksobmann Herbert Steindl eine sofortige Umsetzung eines Fünf-Punkte-Sicherheitskonzepts. Er verlangt darin die sofortige Rückkehr aller an den Asylwerber-Transitrouten eingesetzten Polizeibeamten nach NÖ und Wien und die Wiedereinführung des Assistenzeinsatzes des Bundesheeres in den Grenzbezirken.

Weiters sei die Wiedereinsetzung aller derzeit „hinter dem Schreibtisch arbeitenden Beamten“ notwendig. Außerdem fordert der blaue Bezirkschef die sofortige Einführung von Kampagnen zur Erhöhung der Nachbarschafts-Aufmerksamkeit. Schlussendlich seien die Zahl der Polizei-Dienstposten sofort zu erhöhen: „Die Ausbildung der nachrückenden Beamten ist langwierig, daher ist ein umsichtiges, großzügiges Planen erforderlich.“

Dass das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung auch lediglich von Gerüchten beeinflusst werden kann, zeigt ein Vorfall in Gänserndorf-Süd vom vergangenen Donnerstag: