Erstellt am 03. Februar 2016, 05:03

von Thomas Schindler

70.000 Schulden: Sanierung beginnt. Nach NÖN-Exklusiv-Bericht legt Verein Karten offen auf den Tisch: Lage sei kritisch, aber nicht aussichtslos.

Schriftführerin-Stellvertreterin Regine Vrzal, Obfrau-Stellvertreter Johannes Kruty, Schriftführerin Christine Kruty, Kassier Georg Menzl, Obfrau Gabriele Menzl, Kassier-Stellvertreter Christian Jung-Nowag und Obfrau-Stellvertreter Rudolf Chudarek (von links).  |  NOEN, Schindler

Wie die NÖN im Dezember exklusiv berichtete , steht der im Jahr 1952 gegründete FC OMV Gänserndorf-Süd vor einem finanziellen Scherbenhaufen. Insider sprachen damals von 75.000 Euro Schulden. Jetzt, nach einem Kassasturz, liegen die exakten Zahlen vor: Es sind knapp 70.000 Euro.

Dies gab der im Dezember neu gewählte Vorstand rund um Neo-Obfrau Gabriele Menzl und Stellvertreter Johannes Kruty im Rahmen einer Pressekonferenz vergangene Woche bekannt. Kruty, er fungiert als Sprecher des Vereins, betonte weiters, dass man den ehemaligen Vorstand, unter dem der Schuldenberg entstanden ist, nicht öffentlich kritisieren will: „Das regeln wir intern.“

"Lassen den Verein nicht sterben"

Oberstes Ziel sei es nun, die laufenden Kredite und Altlasten in den nächsten Jahren zu tilgen: „Wir lassen den Verein nicht sterben.“ Natürlich hätte man ihn auch in Konkurs schicken können, um die Schulden loszuwerden, aber: „Dann hätten wir das Grundstück, das ja im Besitz des Vereins ist, verkaufen müssen.“

Nicht nur die Konten, auch die teilweise desolate Sportplatz-Anlage soll nun schrittweise saniert werden: „Beginnen werden wir mit dem Eingangsbereich, dann stehen noch die Sanitärräume und Kabinen, die Kantine und Veranstaltungshalle sowie die Auffangnetze auf dem Programm.“ Was möglich ist, soll in Eigenregie durchgeführt werden, um Kosten zu sparen.

Um an Geld zu kommen, will man Mitglieder akquirieren – der Mitgliedsbeitrag wird von 120 auf 50 Euro im Jahr gesenkt – und Sponsoren suchen. Zusätzlich sind diverse Veranstaltungen geplant, die ebenfalls die Kassen etwas füllen sollen. Der neue Vorstand ist auf jeden Fall zuversichtlich: „Wir ziehen alle gemeinsam an einem Strang, bis sich der Erfolg einstellt.“