Zistersdorf

Erstellt am 28. April 2017, 02:14

von Nina Wieneritsch

Stadt will nicht für Mist der anderen bezahlen. Lange Öffnungszeiten des Sammelzentrums locken auch Bürger von außerhalb an. Deren Gemeinden sollen nun mitzahlen.

Beim Sammelzentrum neben der Müllverbrennungsanlage, einer Kooperation zwischen der Stadt und der A.S.A., können Haushalte jener Gemeinden, die zum G.V.U. des Bezirks Gänserndorf gehören, an jedem Wochentag Sperrmüll, Problemstoffe und Gartenabfälle entsorgen.  |  Gemeinde

Von 8 bis 16 Uhr können im Sammelzentrum Zistersdorf Sperrmüll, Problemstoffe und Gartenabfälle entsorgt werden – das an jedem Wochentag und jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr. Die Stadt bezahlt dem Entsorgungsunternehmen A.S.A. dafür einen Personalkostenzuschuss – großzügig bemessene Öffnungszeiten und acht Katastralgemeinden verursachen schließlich ein hohes Abfall-Aufkommen.

Die Bewohner von Nachbargemeinden sind, was ihre Sperrmüll-Entsorgung betrifft, zeitlich weit weniger flexibel – ihre Sammelstellen haben oft nur einmal pro Woche für wenige Stunden geöffnet. Logisch, dass da viele auf Zistersdorf ausweichen. Die hiesige Sammelstelle ist neben jener in Hohenruppersdorf nämlich die einzige, die von allen Haushalten des Bezirks-Abfallverbands G.V.U. benutzt werden darf. Der Haken: Mehr Müll bedeutet höhere Kosten und „diese hätte alleine die Stadtgemeinde Zistersdorf zu tragen“, so VP-Finanzstadtrat Helmut Doschek.

5.000 Euro pro Jahr sollen aufgeteilt werden

Die abgegebenen Müll-Mengen sind im ganzen Bezirk gestiegen – „in Zistersdorf haben sicher auch die umliegenden Gemeinden Anteil daran“. Deshalb will die Stadt, dass diese die Zusatzkosten für den höheren Aufwand der A.S.A. übernehmen – konkret gehe es um einen Betrag von 5.000 Euro pro Jahr, der unter fünf bis acht Nachbargemeinden aufgeteilt werden soll. Verrechnungsgrundlage könnte das Gewicht des angelieferten Mülls sein.

Beim Sammelzentrum gab es deshalb jüngst Wiegetage – die allerdings zu sehr langen Wartezeiten führten und deshalb schnell wieder eingestellt wurden. „Die Ergebnisse werden jetzt aber ausgewertet, dann kann es weitere Gespräche mit den Gemeinden und dem G.V.U. geben“, sagt Doschek.

Was sagen ebenjene Nachbarorte dazu? VP-Bürgermeister Andreas Keller aus Neusiedl beispielsweise, wo die Sammelstelle zweimal pro Woche geöffnet ist, ist der Meinung, dass „das, was wir in der Gemeinde anbieten, ausreichen müsste“. Wie es weitergeht, werden kommende Verhandlungen zeigen.