Erstellt am 16. Dezember 2015, 04:33

von Thomas Schindler

Ärger statt Kuraufenthalt. Aus bereits bezahltem Urlaub in der Slowakei wurde nichts: Ein Gänserndorfer Ehepaar muss nun um 1.060 Euro bangen. Die Arbeiterkammer versucht zu helfen.

Hier im slowakischen Trencianske Teplice hätte der einwöchige Kuraufenthalt stattfinden sollen.  |  NOEN, Privat

Die Familie R. ist mehr als sauer: Sie hatte einen Kuraufenthalt in der Slowakei gebucht. 17 Stunden vor der geplanten Abreise wurde das Ehepaar darüber informiert, dass die Reise nicht stattfindet. Trotz Interventionen erhielt es weder einen neuen Reisetermin noch die getätigte Zahlung in Höhe von 1.060 Euro retour.

Begonnen hatte alles im März dieses Jahres: Das besagte Ehepaar war zu einem sogenannten „Reiseabend inkl. Abendessen“ in ein Gasthaus in Gänserndorf eingeladen. Dort wurde gleich ein einwöchiger Kuraufenthalt im slowakischen Trencianske Teplice (Trentschiner Bad) gebucht. Ende Oktober hätte die Reise stattfinden sollen.

Immer wieder vertröstet

Dann kam der Anruf, dass aus dem Urlaub vorerst nichts wird. Die Familie wurde immer wieder vertröstet. Anfang Dezember war dann der Grund klar: Über den Reiseveranstalter war ein Konkursverfahren eröffnet worden. Dem Ehepaar bleibt jetzt nichts anderes übrig, als sich an die „Europäische Reiseversicherung AG“ zu wenden, die in diesem Fall für Gläubigerforderungen zuständig ist.

Konsumentenschützerin Christa Hörmann von der Arbeiterkammer NÖ erklärt: „Wir empfehlen allen Betroffenen, sich bis 29. Jänner 2016 bei der Versicherung zur Wahrung eines eventuellen Ersatzanspruches anzumelden.“ (Ein entsprechendes Anmeldeblatt gibt es auf noe.arbeiterkammer.at/Werbefahrten als Download.)

Für all jene Forderungen, die von der Reiseversicherung nicht gedeckt sind, besteht nur die Möglichkeit, diese im Konkursverfahren anzumelden. „Dabei ist jedoch zu beachten, dass diese Anmeldung Kosten in Höhe von 22 Euro verursacht und zusätzlich die Quote – also der Prozentsatz des ursprünglich bezahlten Betrags – noch nicht bekannt sind“, so Hörmann.