Erstellt am 11. Mai 2016, 05:34

von Thomas Schindler

Aggressiver Bernhardiner ohne Leine. Anrainerin informierte Polizei über angeblich gefährlichen Hund und dessen Besitzer. Die Beamten konnten bisher kein Vergehen erkennen. Frau plant nun Unterschriftenaktion.

Bernhardiner gelten grundsätzlich als sensible, sehr sanftmütige und liebevolle Vierbeiner.  |  NOEN, Shutterstock/Kochmarjova (Symbol)

In einem Grätzel im Stadtteil Gänserndorf-Süd soll die Angst umgehen. Zumindest, wenn man einer Anrainerin Glauben schenken mag. Laut ihrer Aussage treibt dort ein Hundebesitzer, der seine beiden Tiere ohne Leine laufen lässt, sein Unwesen. Der größere Hund, ein Bernhardiner, soll sehr aggressiv sein und fremde Vierbeiner attackieren.

Weiters soll der Mann vorbeigehende Frauen unflätig beschimpfen und sogar mit Steinen bewerfen. Die aufgebrachte Anrainerin habe die Vorfälle bereits bei Gemeinde und Polizei gemeldet und plant nun eine Unterschriftenaktion.

VP-Bürgermeister René Lobner weiß zwar nichts von einer Beschwerde, würde aber der Sache nachgehen, wenn er nähere Informationen hätte: „Schließlich gilt bei Hunden Leinen- oder Maulkorbpflicht im Ortsgebiet.“

Dies bestätigen auch die Beamten der Gänserndorfer Polizeiinspektion. Das Problem bei diesem Fall sei aber, dass sich die Vorfälle nicht im Ortsgebiet, sondern im Freiland ereignet haben sollen, wo das NÖ Tierhaltegesetz nicht zum Tragen kommt: „Der besagte Hund war noch nie auffällig und gilt somit offiziell nicht als aggressiv. Es hat sich bis jetzt auch niemand beschwert.“ Dass der Hundebesitzer mit Steinen werfen soll, ist den Polizisten nicht bekannt.