Erstellt am 11. Mai 2016, 06:24

von Jutta Hahslinger

Amokfahrt endet mit Sprung auf die Gleise. Geschäftsmann aus Gänserndorf lieferte sich mit Polizei eine wilde Verfolgungsjagd durch den Bezirk. Erst ein Unfall stoppte den Raser.

Eine Polizeikontrolle ließ 42-jährigen Gänserndorfer aufs Gas steigen.  |  NOEN, Shutterstock/Jaromir Chalabala

Der 42-jährige Geschäftsmann aus Gänserndorf will sich vor Gericht an die Verfolgungsjagd mit der Polizei am 25. Oktober vergangenen Jahres durch den Bezirk nicht mehr ganz erinnern können. Nur Bruchstücke blitzen auf. Er habe gegen zwei Uhr in der Früh Biernachschub besorgen wollen. Auf dem Weg habe er sich dann drei Bierchen genehmigt, erzählt er. In seiner Erinnerung taucht dann eine „helle Fackel“ auf.

Bei der „Fackel“ handelte es sich um einen Anhaltestab der Polizei, den der Weinviertler ignorierte und einfach weiterraste. Mit der Polizei im Nacken bretterte er dann mit 150 km/h durch einige Ortsgebiete und ignorierte alle Stoppversuche.

Es gelang ihm, einige Polizeisperren zu durchbrechen oder zu umgehen, bis er in einer Sackgasse in Angern landete, der Wagen gegen eine Betonsperre prallte, in die Luft katapultiert wurde und dann quer auf den Gleisen der Nordbahn landete.

Der bislang Unbescholtene wurde wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und Gefährdung der körperlichen Sicherheit zu einer bedingten Freiheitsstrafe von acht Monaten verurteilt. Rechtskräftig.