Angern an der March

Erstellt am 05. August 2016, 05:00

von Nina Wieneritsch

March-Altarm: Droht Fischsterben ?. Nach Renaturierung offenbaren sich nun bei niedrigem Wasserstand angebliche Mängel. Projektleiter von „viadonau“ klärt auf.

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Vor rund zehn Jahren reichte der Fischereiverein das Projekt zur Renaturierung des March-Altarmes ein. Grund: Zahlreiche Fische verendeten, weil sich das Wasser darin immer nur kurze Zeit hielt. Im Jahr 2015 rollten schließlich die Bagger an, heuer wurden die Arbeiten an dem nun 850 Meter langen, etwa 18 Meter breiten und bis zu 5 Meter tiefen Altarm beendet (die NÖN berichtete).

Fischereiverein schlägt Alarm

Nun aber schlägt der Fischereiverein Alarm, bei einem Pegelstand von rund 90 Zentimetern hätten sich nämlich kürzlich Mängel offenbart. „Die versprochene Grabtiefe von 30 Zentimetern unter Marchsohle wurde nicht eingehalten und der geplante Steinwurf beim Altarm-Einlauf wurde ebenfalls nicht errichtet“, ist Obmann Josef Bogner erzürnt.

Somit sei die befürchtete Verlandung bereits jetzt eingetreten – „ein wahrlich trauriger Anblick“, zumal Jungfische den Altarm nur noch bedingt verlassen können. Besonders tragisch: Fällt der March-Pegel wieder, werden sie den Sommer wohl nicht überleben.

„Aus meiner Sicht findet kein Fischsterben statt, denn die Tiere können jetzt wieder in die March zurück – vor der Renaturierung war das nicht der Fall, da war der Altarm eine Fischfalle.“

Projektleiter Franz Steiner

Die „viadonau“ ist für die Renaturierung des Altarmes zuständig und wurde über die vermeintliche Problematik bereits in Kenntnis gesetzt. Projektleiter Franz Steiner kann diese aber nicht nachvollziehen: „Aus meiner Sicht findet kein Fischsterben statt, denn die Tiere können jetzt wieder in die March zurück – vor der Renaturierung war das nicht der Fall, da war der Altarm eine Fischfalle.“ Er versteht aber, dass sich der Verein über die Sedimentation ärgert.

Natürlich habe sich der Seitenarm schon wieder verändert, etwa 20 Zentimeter Sand haben sich bereits abgelagert. Dies sei aber ein natürlicher Prozess und keinen Mängeln beim Bau geschuldet.