Erstellt am 16. Oktober 2015, 06:02

von Nina Wieneritsch

Meißl „Containersystem is der letzte Ausweg“. Gemeindeeigene Räumlichkeiten sind Mangelware, man hofft auf Private. In Grub wurde bereits Familie aufgenommen.

»Ich bin guter Dinge, dass sich Private finden werden«, sagt SP-Bürgermeister Robert Meißl.  |  NOEN, Havranek

Geht man nach der Asylquote von 1,5 Prozent der Gemeindebevölkerung, muss die Großgemeinde 49 Flüchtlinge unterbringen. Ein Unterfangen, das sich schwierig gestalten könnte, denn: „Seitens der Marktgemeinde stehen keine Gemeindewohnungen oder sonstige Einrichtungen als Unterbringungsmöglichkeit zur Verfügung“, so SP-Bürgermeister Robert Meißl.

Die Möglichkeiten, die blieben, sind entweder private Unterbringung oder Container, wobei die Gemeinde letzterer eher skeptisch gegenübersteht. Eine Situation wie in Dürnkrut oder Marchegg wolle man nämlich, wenn möglich, vermeiden. Meißl: „Container sind nicht erwünscht. Sie wären nur ein letzter Ausweg, falls sich nicht genügend Private finden.“

Ist dies trotz einer aktuellen Schaltung in der Gemeindezeitung nicht der Fall, werde man kleinere Containersysteme für ein bis zwei Familien an unterschiedlichen Standorten in der Gemeinde aufbauen.
„Ich bin aber guter Dinge, dass sich Privatpersonen finden werden, die Flüchtlinge aufnehmen wollen“, so Meißl. Die erste Erfolgsmeldung diesbezüglich gibt es auch schon: In Grub fanden sich bereits Private, die eine Asylwerber-Familie aufgenommen hat.