Erstellt am 26. Februar 2016, 05:04

von Erwin Nußbaum

Arbeiterkammer rät zu Genauigkeit. 2015 fast 1,5 Millionen Euro gesichert. Gastro-Arbeiter vor Abzocke durch Chefs gewarnt.

Günther Breiner (AK Gänserndorf): »Arbeitszeiten penibel genau aufschreiben.«  |  NOEN, Nußbaum

Die Arbeiterkammer (AK) lud am Montag zum Gespräch über die Erfolge des vergangenen Jahres und hatte anfangs Erfreuliches zu berichten: Im Bezirk konnte man 2015 fast anderthalb Millionen Euro an ausständigen Geldern für die Arbeitnehmer einbringen – egal, ob diese nun in Form von nicht ausbezahlten Überstunden oder im Zuge von Insolvenzverfahren nicht ihren rechtmäßigen Empfängern zugekommen waren.

Aber auch weniger Erfreuliches musste behandelt werden: Besonders in den Grenzbezirken komme es aufgrund der starken Fluktuation am Gastgewerbe-Arbeitsmarkt zu teils haarsträubendem Verhalten vonseiten der Gastro-Arbeitgeber.

Problem durch sehr kurze Verfallsfristen

So würden Mitarbeiter immer wieder bei den Krankenkassen falsch angemeldet, Löhne bar ausgezahlt und Nettovereinbarungen getroffen.

Günther Breiner von der AK Gänserndorf rät: „Lohnzettel genaustens kontrollieren, Arbeitszeiten penibel genau aufzeichnen und im Zweifel sofort die AK kontaktieren.“ Nur eine rasche Meldung ermöglicht es, ausständige Zahlungen einzubringen. Sehr kurze Verfallsfristen machen einen Anspruch auf Nachzahlung oft zunichte.