Erstellt am 26. Mai 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

Architekt „hortet“ Panzer im Keller. Mit viel Muße und noch mehr Geduld fertigt Friedrich Fischer seit 30 Jahren original- und detailgetreue Modelle an.

Außergewöhnliches Hobby: Was fast wie ein Museum aussieht, ist der Werkraum von Friedrich Fischer, in dem er original- und detailgetreu Modelle historischer Panzer anfertigt.  |  NOEN, Wieneritsch

Sich selbst möchte Friedrich Fischer nicht in der Zeitung sehen, zu bescheiden zeigt sich der ehemalige Architekt im NÖN-Gespräch – zum Glück öffnet er aber gerne die Tür zu seinem Werk- und Schauraum. Und was sich dem Besucher dort offenbart, hat man bis dato selten gesehen.

Pro Modell ein Jahr 

Um die 30 Panzer-Modelle, alle original- und detailgetreu im Maßstab 1:8 nachgebaut und selbst angefertigt – von den Ketten bis hin zu den Soldatenhelmen und zur Munition, die Fischer selbst gießt – präsentieren sich dort. Daneben unzählige kleinere Panzer-Modelle, Flieger und Kanonen.

Seit mittlerweile 30 Jahren geht Fischer seinem außergewöhnlichen Hobby nach und braucht für ein Modell in etwa ein Jahr, wie er erzählt. Angetan haben es ihm deutsche Panzer aus dem Zweiten Weltkrieg. „Diese weisen eine ungeheure Vielfalt auf, mit vielen technischen Details. Jeder Panzer für sich ist ein Kunstwerk“, erzählt Fischer.

Hobby seit 30 Jahren

Ebendiese Details entnimmt er historischen Aufnahmen, anhand derer er dann exakte Pläne anfertigt. Und warum das Ganze? „Ich mache es nur für mich zur Entspannung“, so der Architekt, für den der Prozess des Bauens das Spannendste sei.

Deshalb hätte er nichts dagegen, die Modelle etwa einem Museum zur Verfügung zu stellen – „dann habe ich auch wieder mehr Platz“, schmunzelt Fischer. Und es ist anzunehmen, dass viele Geschichtsinteressierte ihre Freude an den originalgetreuen Modellen hätten.