Auersthal

Erstellt am 20. Mai 2017, 05:47

von Edith Mauritsch

Erdölgemeinden: Mehr Aktivitäten, aber weniger Geld. 14 Bohrungen sind geplant, Mitglieder müssen aber finanziell kürzertreten.

Verbandsgeschäftsführer Markus Reitinger, Herwig Peresson, Christian Enzendorfer, Johann Lechner (alle OMV), Obmann-Stellvertreterin Claudia Weber, Markus Doschek (OMV), Obmann Erich Hofer, Kommerzialrat Rudolf Melzer, Helga Vogg, Gottfried Heintz (alle OMV), Geschäftsführer Stefan Wagenhofer (Gas Connect), Massimo Arnaldi (TAG GmbH) und Verbandsgeschäftsführer-Stellvertreter Bernhard Fritz (v.l.). Foto: Mauritsch  |  Mauritsch

Erfreuliche und nicht so gute Nachrichten hatte Verbandsobmann VP-Bürgermeister Erich Hofer bei der Versammlung der Erdöl- und Erdgasgemeinden zu verkünden. Positiv: Die OMV verstärkt die Aktivitäten im Bezirk. Weniger gut: Das weltmarktpreisbedingte Sparprogramm 2016 bedeutet auch weniger Geld für die Gemeinden.

Seit 2017 laufen wieder Bohrungen im Bezirk (die NÖN berichtete), 14 sollen es insgesamt werden, einige davon – wie in Matzen-Raggendorf oder auch Prottes – sind bereits abgeschlossen und fündig geworden. Christian Enzendorfer seitens der OMV: „Zusätzlich sind Explorationsbohrungen (Erschließung neuer Lagerstätten, Anm.) geplant, so unter anderem in Stripfing, die in größere Tiefe vordringen sollen.“

Spannend – in mehrerer Hinsicht – war der Vortrag von Herwig Peresson von der OMV über ein neues Seismik-Projekt im Bezirk. „In einem Gebiet von rund 750 Quadratkilometern wird mittels modernster Aufnahmetechnologien der Untergrund asymmetrisch bis auf eine Tiefe von 4.000 Metern abgebildet“, erklärt Peresson die technischen Hintergründe. Gesucht werden Gasfelder, die in denselben Gesteinsformationen zu finden sind wie Heißwasser.

Wenn auch Geothermie (noch!) kein Thema für die OMV ist, der Datenfundus ist in jedem Fall heiß begehrtes Wissen. Der Aufnahmezeitraum läuft von Oktober 2017 bis März 2018, positive Ergebnisse lassen weitere Investitionen im Bezirk erwarten.

Hofer abschließend: „Es ist zu hoffen, dass die vermehrten Investitionen wieder zu einem Anstieg der Kommunalsteuereinnahmen des Verbandes führen.“ Sein Dank gelte allen Beteiligten für die äußerst gute Zusammenarbeit.