Erstellt am 05. Juni 2016, 07:15

von Edith Mauritsch

Keine Chance dem Lärm. Der Geräuschpegel, den die Turbinen der örtlichen Kompressorstation verursachen, konnte um die Hälfte gesenkt werden. Das Projekt entpuppte sich als sehr anspruchsvoll.

OMV-Ombudsmann Roland Sperk, Asset Manager Johann Lechner, Andrea Reithofer und VP-Ortschef Erich Hofer sind zufrieden.  |  NOEN, Mauritsch

Das Projekt zur Reduzierung der Lärmbelastung durch die Kompressortstation, vor vier Jahren durch Andrea Reithofer initiiert, kam zu einem guten Ende. Baumaßnahmen senkten die Lärmentwicklung der Turbinen um bis zu 10 Dezibel – die Hälfte des vorher gemessenen Lärmpegels.

Die Kompressorstation Auersthal ist Herzstück der Süßgasproduktion. An die 7 Prozent des österreichischen Gasbedarfes laufen über die Anlage, das Gas wird zu unterschiedlichen Drücken verdichtet und geht direkt in den Verkauf. An die 1,3 Millionen Kubikmeter fließen täglich durch die Leitungen, sechs Turbinen arbeiten im Schichtbetrieb rund um die Uhr – eine beträchtliche Geräuschquelle. Die Sprecherin der Bürgerinitiative, Andrea Reithofer, nahm im Herbst 2012 die Dinge in die Hand, sprach mit Anrainern, sammelte Unterschriften und wandte sich mit ihren Anliegen an die OMV.

Nach einer Aussprache mit dem Management startete das Projekt zunächst mit Lärmmessungen an fünf festgelegten Punkten im Ortsgebiet. Verantwortlich dafür zeichnete die TÜV-Austria-Gruppe. Dann war Geduld seitens der Bürgerinitiative gefragt, nahmen Planung und Umsetzung doch viele Monate in Anspruch.

Schalldämpfer sorgen für ruhigeren Betrieb

Im laufenden Betrieb setzte die OMV in Zusammenarbeit mit der Gas Connect in sechs Monaten Bauzeit bei jeder Turbinenanlage Absortions- sowie Kulissenschalldämpfer ein, dazu kam noch eine weitere Schallschutzmaßnahme am Abgaswärmetauscher. Dafür waren umfangreiche Bautätigkeiten wie die Verstärkung des Hallendaches von Nöten. Das Projekt schlug mit 1,6 Millionen Euro zu Buche, der Löwenanteil kam mit 1,3 Millionen von der OMV Austria.

Zusammen mit begleitenden Maßnahmen wie der Pflanzung hunderter Hainbuchen rund um die Anlage, ergaben die abschließenden Messungen eine Lärmreduktion um 50 Prozent. Bei der Schlusspräsentation, die vor kurzem über die Bühne ging, zeigten sich Reithofer und die anwesenden Bürger sehr zufrieden, auch nach derer subjektiven Wahrnehmung ist es jetzt wesentlich ruhiger.