Gänserndorf

Erstellt am 10. April 2017, 11:11

von Manuel Mattes

„Besiegelt“: Landgut Sonnenfeld ist spitze. Bio-Bauernhof erhielt „Green Care“-Zertifikat. Der Fokus liegt auf Ausbildung von Menschen mit Bedürfnissen.

„ITA FIT-Schulen“-Geschäftsführer Jani Katona, Helga Keil-Bastendorff und Landwirtschaftskammer-Direktor Robert Fitzthum bei der Verleihung des Zertifikats.  |  Mattes

Leben, Lernen, Teilhaben: Nach diesem Motto werden Menschen mit besonderen Bedürfnissen am Öko-Landgut Sonnenfeld unterstützt und zu einer selbstständigen Lebensführung angeleitet. Nun wurde der Bio-Bauernhof im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung mit einem „Green Care“-Zertifikat ausgezeichnet.

Die treibende Kraft hinter dieser Idee – Helga Keil-Bastendorff: Seit fast fünf Jahrzehnten widmet sich die ausgebildete Physiotherapeutin und Kindergartenpädagogin der Förderung von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem Unterstützungsbedarf. Daraus entstand die gemeinnützige „Helga Keil-Bastendorff-Privatstiftung“, der unter anderem sechs gemeinnützige Gesellschaften (GmbHs) angehören.

Was hat es nun mit dem Gütesiegel auf sich? Das Öko-Landgut Sonnenfeld, betrieben von der „SDPro Soziale Dienstleistungs- und Produktions GmbH“, beantragte für seine „Tagesstruktur am Bauernhof“ sowie das „Therapeutische und/oder Pädagogische Reiten am Bauernhof“ die Zertifizierung zum „Green Care“-Betrieb und bestand das strenge Audit.

Auszeichnung für Höfe mit hohen Standards

Es handelt sich dabei um eine freiwillige Auszeichnung für land- und/oder forstwirtschaftliche Betriebe, die Produkte bzw. Dienstleistungen im Bildungs-, Gesundheits- und/oder Sozialbereich mit bestimmten Qualitätsstandards anbieten.

Das Landgut Sonnenfeld wird als biozertifizierter bäuerlicher Betrieb mit etwa 10 Hektar Grund bewirtschaftet. Die Schwerpunkte liegen auf Gemüse- und Kräuteranbau sowie einem Pferde- und Lehrtierhof mit Lamas, Schafen und Hühnern, die als Ausbildungsbetriebe geführt werden. Die erzeugten Produkte werden zum Teil ab Hof sowie am Wiener Naschmarkt und an Gastronomen in der Bundeshauptstadt verkauft.