Erstellt am 22. Juni 2016, 11:00

von Thomas Schindler

Bald glüht der Asphalt in Gänserndorf. In den kommenden Wochen und Monaten werden jede Menge Bauprojekte umgesetzt. Der zuständige VP-Stadtrat Manfred Trost fasst im NÖN-Gespräch die wichtigsten zusammen.

Trost: »Weil wir unter anderem ständig neue Kindergärten errichten müssen, was natürlich auch gut und wichtig ist, bleibt für den Straßenbau leider nicht so viel Geld übrig, wie wir gerne hätten.«  |  NOEN, Schindler

VP-Verkehrsstadtrat Manfred Trost hat es nicht einfach: „Aufgrund der budgetären Situation und der Versäumnisse in der Vergangenheit können wir immer nur reagieren und leider nicht agieren.“ Laut Trost werde es noch Jahre dauern, bis sich dieser Umstand ändert: „Da werde ich dann vermutlich gar nicht mehr im Gemeinderat sitzen.“

Trotzdem zeigt sich der Politiker bemüht, das meiste aus den vorhandenen Finanzmitteln herauszuholen. Etwa bei der Bahnunterführung im Bereich des Lagerhauswegs: „Diese wird derzeit von den ÖBB komplett saniert. Nachdem die Unterführung aber nur ca. 3,30 Meter hoch und 3,50 Meter breit ist, haben wir uns als Gemeinde in das Projekt eingebracht. Die Unterführung wird künftig 4 Meter hoch und 7 Meter breit sein.“
 

Somit werden dann zwei Fahrbahnen zur Verfügung stehen, was den Autopendlern aber auch den Lenkern von landwirtschaftlichen Fahrzeugen zugutekommen wird. Während der Bauarbeiten, die bis Ende November dauern werden, ist die Unterführung für Fahrzeug- und Fußgänger-Verkehr gesperrt.

„Beim neu errichteten Kinosteg haben 
wir dann 60 bis 80 Jahre Ruhe.“
Manfred Trost, VP-Verkehrsstadtrat

Kein Geld in die Hand nehmen muss die Gemeinde bei der Sanierung der 35 bis 40 Jahre alten Hauptstraße zwischen Bezirkshauptmannschaft und Gasthaus Hansy, weil es sich hierbei um eine Landesstraße handelt. Diese wird in den ersten beiden Juli-Wochen an insgesamt vier Werktagen über die Bühne gehen. Trost: „In dieser Zeit muss die Fahrbahn komplett gesperrt werden. Die Umleitung führt über die Scheunengasse, Dammgasse bzw. Kudlichgasse.“

Gemeinde-Angelegenheit ist wiederum der geplante Geh- und Radweg an der Protteser Straße. Er wird von der Umfahrungsstraße bis zum Weidenbach errichtet. Und wann? Trost: „Noch diesen Herbst.“

Fußgeher-Übergänge am Exnerplatz

Ein größeres Projekt ist der Neubau des desolaten Kinostegs, der bisher nur von Fußgängern benutzt werden konnte. Künftig sollen auch Pedalritter über den Steg radeln. Trost: „Den Kinosteg, der schon über 100 Jahre alt sein dürfte, mussten wir alle zwölf bis 15 Jahre um 150.000 Euro sanieren. Jetzt werden wir an die 500.000 Euro investieren, dafür haben wir dann 60 bis 80 Jahre Ruhe.“ Der Neubau ist für Spätherbst geplant.

Zu guter Letzt werden in den nächsten Wochen noch zwei Fußgeher-Übergänge am Exnerplatz errichtet – und zwar über die Strassergasse und die Nordbahnstraße.