Erstellt am 18. November 2015, 05:03

von Thomas Schindler

Bank Austria: Wackeln Filialen in der Region?. Der Konsolidierungsprozess beim größten Geldinstitut Österreichs versetzt auch im Bezirk Mitarbeiter und Kunden in Angst.

Bleibt irgendwann nur noch die Bank-Austria-Zweigstelle in der Bezirkshauptstadt Gänserndorf übrig? (Siehe auch Wirtschaftsteil auf den Niederösterreich-Seiten.)  |  NOEN, Mattes

Die Sparpläne der italienischen Großbank UniCredit, des Mutterkonzerns der Bank Austria, könnte auch die Region betreffen. Noch gibt es im Bezirk vier Filialen, mit 20. November sind es nur noch drei – da wird die Zweigstelle Strasshof geschlossen und mit jener in Deutsch-Wagram zusammengelegt.

Drei Zweigstellen ab 20. November

Was aber nichts mit dem generellen Konsolidierungsprozess zu tun hat, wie ein Bank-Austria-Insider gegenüber der NÖN betont. Für die Schließung der Strasshofer Filiale gebe es mehrere Gründe. Einer davon sei, dass das Geschäftslokal nicht barrierefrei ist und umgebaut hätte werden müssen.

Ab 20. November stehen Bank-Austria-Kunden im Bezirk somit drei Zweigstellen zur Verfügung – jeweils eine in Deutsch-Wagram, Gänserndorf und Groß-Enzersdorf. Müssen auch diese um ihre Existenz bangen? „Nein, vorerst nicht“, ist der Insider überzeugt. Warum? Weil sie eher größere Filialen mit etwa zehn Mitarbeitern sind.

Eng wird es für die kleinen Zweigstellen, in denen nur drei Angestellte werken: „Wenn dort einer krank ist und ein weiterer auf Urlaub, kann der Betrieb schon nicht mehr aufrecht erhalten werden.“ Und von diesen kleinen Filialen gebe es einige.

"Kunden brauchen sich keine Sorgen machen"

Im Übrigen, so der Insider, seien die derzeitigen und künftigen „Gesundschrumpfungen“ bei der Bank Austria nichts Ungewöhnliches: „Alle anderen Geldinstitute machen das ja auch.“ Die Gründe seien logisch und nachvollziehbar: „Wegen des niedrigen Zinsniveaus verdienen Banken weniger und Zweigstellen kosten eben viel Geld.“ Deshalb werde es in Zukunft weniger Standorte und weniger Personal geben.

Die Kunden hingegen brauchen sich aber überhaupt keine Sorgen machen: „Sie haben alle gültige Verträge, an denen sich nichts ändert.“