Erstellt am 15. März 2017, 02:32

von NÖN Redaktion

Arbeitssuche: Frühling am Jobmarkt. Es geht bergauf: Rund 5.100 Arbeitslose gab es Ende Februar im Bezirk, die Saisonarbeitslosigkeit ist damit überstanden.

AMS-Chef Alfred Walbert.  |  AMS

Mit 5.108 Arbeitslosen waren im Bezirk Gänserndorf Ende Februar um rund 200 Personen weniger arbeitssuchend vorgemerkt als noch im Vormonat. „Der Höhepunkt der Saisonarbeitslosigkeit ist damit überschritten. Die Betriebe beginnen früher als erwartet, wieder Personal einzustellen“, berichtet Gänserndorfs AMS-Geschäftsstellenleiter Alfred Walbert.

Grundsätzlich seien im heurigen Winter rund 300 Menschen weniger saisonal freigestellt worden als in den vergangenen Jahren. Hier wirken sich einerseits die flexiblen Arbeitszeitmodelle der Unternehmen aus, andererseits arbeiten immer mehr Betriebe auch während der kalten Jahreszeit.

Trotz der recht guten wirtschaftlichen Stimmung waren im Februar um 3,7 Prozent mehr Menschen arbeitslos als noch vor einem Jahr. Die Ursache liegt aber nicht – wie man vermuten könnte – in vermehrten Arbeitslosenmeldungen, sondern „es dauert durchschnittlich länger, bis Personen wieder beruflich Fuß fassen können und das treibt die Rate in die Höhe“, weiß Walbert.

Schwerpunkt "ältere Jobsuchende"

Besonders Älteren falle es schwer, rasch wieder einen guten Job zu bekommen. Das AMS Gänserndorf setze daher auch heuer in diesem Bereich einen Schwerpunkt und reserviere 1,8 Mio. Euro – rund die Hälfte der finanziellen Mittel der Geschäftsstelle – für die Integration älterer Arbeitnehmer.

Die allgemein gute wirtschaftliche Stimmung schlägt sich in einem deutlich gestiegenen Jobangebot nieder: Aktuell gibt es beim AMS Gänserndorf 219 offen Stellen und damit um 120 oder 121,2 Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Besonders viele Stellen melden zur Zeit Industrie und Gewerbe. Meist sind es Fachkräfte, die nachgefragt werden, Anlern-Jobs und Hilfstätigkeiten werden immer seltener. Fazit: „Auch wenn das Verhältnis zwischen Arbeitsuchenden und offenen Stellen natürlich immer noch ungünstig ist, so eröffnet die relativ stabile Konjunktur immer wieder gute Chancen, wieder in einen Beruf einzusteigen“, freut sich Walbert.

Besonders viele Stellen melden zur Zeit Industrie und Gewerbe. Meist sind es Fachkräfte, die nachgefragt werden, Anlern-Jobs und Hilfstätigkeiten werden immer seltener. Fazit: „Auch wenn das Verhältnis zwischen Arbeitsuchenden und offenen Stellen natürlich immer noch ungünstig ist, so eröffnet die relativ stabile Konjunktur immer wieder gute Chancen, wieder in einen Beruf einzusteigen“, freut sich Walbert.