Erstellt am 06. Juli 2016, 05:00

von Nina Wieneritsch

Florani-Bewerbe in Zistersdorf: Kampf gegen die Glut. 1.483 Wettkampf-Truppen ritterten darum, NÖs schnellste Feuerwehr zu werden.

 |  NÖN

„Brandobjekt gerade aus“ oder „Erstes und zweites Rohr vor“, schallte es vergangenes Wochenende über das Gelände des Zistersdorfer Sportvereins. Am Freitag erfolgte dort nämlich der Startschuss für die 66. Landesfeuerwehr-Leistungsbewerbe und die hatten es nicht nur wettertechnisch in sich.

Insgesamt 1.483 Bewerbsgruppen – das ergibt summa sumarum über 10.000 Feuerwehrmänner und -frauen – lieferten sich Freitag und Samstag hitzige Schlachten und verfolgten ein gemeinsames Ziel: Sie alle wollten Niederösterreichs schnellste Feuerwehr werden. Und trotz brütender Hitze mussten die Florianis gleich zweimal ran: Nach dem Kuppelbewerb, bei dem ein Löschangriff simuliert wird, wurde im zweiten Teil ein Staffel-Lauf mit acht Läufern bewältigt. Gewertet wurde wie üblich in mehreren Kategorien (siehe Infobox rechts).

Doch so heiß das Wochenende begonnen hatte, so nass ging es zu Ende. Wegen eines heftigen Gewitters, das Samstagabend über Zistersdorf hinweg zog, musste der NÖ Fire Cup kurz vor dem Ende abgebrochen werden – schade, zumal dieser Parallbewerb, bei dem die schnellsten Gruppen des Vorjahres gegeneinander antreten, erfahrungsgemäß immer ein Publikumsmagnet ist.

Gewertet wurde trotzdem: In der Kategorie Bronze A (ohne Alterspunkte) holte sich die FF Pellendorf (Bezirk Wien-Umgebung) den Sieg. Im Bewerb Bronze B (mit Alterspunkten) erkämpfte die Mannschaft Kirnberg 3 (Bezirk Melk) den ersten Platz. Aus dem Bezirk gelang hier leider keiner Mannschaft der Sprung aufs Stockerl.

Auch im Landesbewerb schaffte diesen nur die Damen-Mannschaft Niederabsdorf 4 – dafür gleich zweimal: Sie konnte in den Bewerben Bronze A und Silber A jeweils den ersten Platz erringen.

Bei der Siegerehrung am Sonntag auf dem Bewerbsplatz gratulierte dann nicht nur Niederabsdorfs FF-Kommandant Eduard Kammerer, sondern auch das Landesfeuerwehr-Kommando, VP-Landesrat Stefan Pernkopf, SP-Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner, Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger, NÖ-Landwirtschaftskammer-Präsident Hermann Schultes und nicht zuletzt VP-Landeshauptmann Erwin Pröll.

Bemerkenswert war aber vor allem das Drumherum: Ein Jahr lang waren über 100 Freiwillige von den neun Feuerwehren der Großgemeinde mit der Organisation des Mega-Events beschäftigt gewesen (die NÖN berichtete). Schon zwei Wochen vorher hatte man mit den Aufbauarbeiten begonnen, an den Bewerbstagen selbst waren hunderte freiwillige Helfer der Feuerwehr, der Rettung und des Sportvereins im Einsatz.