Erstellt am 09. November 2015, 14:49

von APA/Red

Kfz-Händler um Gewinne betrogen. Einen gewerbsmäßigen Betrug im Autohandel haben Beamte der Polizeiinspektion Hohenau an der March aufgedeckt.

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Nach Angaben der NÖ Polizei wurden einem 36-Jährigen 21 strafbare Handlungen mit einer Schadenssumme von 22.000 Euro zugeordnet. Der Mann soll u.a. mithilfe falscher Identitätsdaten Kfz-Kaufverträge abgeschlossen und Verkaufspreise zum Nachteil des Firmenbesitzers gefälscht haben.

Die Ermittlungen in der Causa reichen in den Frühsommer zurück. Ende Juni hatten Polizisten vor einem Haus im Bezirk Gänserndorf einen nicht zum Verkehr zugelassenen Pkw bemerkt. Er gehörte dem Verdächtigen, der das Fahrzeug jedoch unter Verwendung einer falschen Identität gekauft hatte. Bei einer Hausdurchsuchung im Juli wurden zahlreiche Kfz-Kaufverträge, diverse österreichische und tschechische Dokumente, zwei als verloren gemeldete Kfz-Kennzeichen sowie Suchtgift (MDMA und Methamphetamin) sichergestellt.

Geringeren Gewinn vorgetäuscht

Es wurde erhoben, dass der Mann einen Kfz-Handel auf Werksvertragsbasis für die Firma eines Bekannten betrieb, wobei die Gewinne zu gleichen Teilen aufgeteilt werden sollten. Allerdings soll der Beschuldigte dem Unternehmer in acht Fällen einen geringeren Gewinn vorgetäuscht und das Geld für sich behalten haben.

Auf im Haus sichergestellten Datenträgern fanden sich mehrere Fotos, auf denen der 36-Jährige, gegen den ein aufrechtes Waffenverbot besteht, mit einem Revolver posierte. Insgesamt soll er neun Urkunden unterdrückt haben, die entdeckten fünf tschechischen Dokumente waren als gestohlen gemeldet. Darüber hinaus hat der 36-Jährige laut der Landespolizeidirektion zu Unrecht Arbeitslosengeld oder Notstandshilfe bezogen. Er wurde der Staatsanwaltschaft Korneuburg wegen Verdachts auf gewerbsmäßigen Betrug, Urkundenfälschung und Urkundenunterdrückung sowie nach dem Suchtmittel- und Waffengesetz angezeigt.