Erstellt am 23. August 2016, 10:12

von NÖN Redaktion

S8-Projekt: „Firmen müssen her“. Unternehmer brauchen die Marchfeld-Schnellstraße „wie einen Bissen Brot“, sagt Wirtschaftskammer-Obmann Hager.

Gänserndorfs Wirtschaftskammer-Obmann Andreas Hager betont: „Der Bezirk Gänserndorf braucht Marchfeld-Schnellstraße wie einen Bissen Brot.“  |  NOEN, NÖN

Die bevorstehende Schließung der Produktion beim deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Dürr in Zistersdorf und – damit verbunden – der Verlust von knapp 90 Jobs (die NÖN berichtete), rückläufige Investitionen beim größten Arbeitgeber, dem Energiekonzern OMV, sowie eine Rekordmarke von mehr als 4.000 beim AMS vorgemerkten beschäftigungslosen Personen lassen bei Andreas Hager, Obmann der WirtschaftskammerBezirksstelle Gänserndorf, die Alarmglocken schrillen.

Um neue Unternehmen in die Region zu locken, die Arbeitsplätze schaffen, und den ansässigen Betrieben eine leistungsfähigere Verkehrsinfrastruktur zu bieten, fordert er mit Nachdruck den raschen Baubeginn der Marchfeld-Schnellstraße S8. „Der Bezirk Gänserndorf braucht diese Straße wie einen Bissen Brot“, betont Hager gegenüber dem NÖ Wirtschaftspressedienst.

S8 würde auch neue Unternehmen anlocken

Denn während der Raum nordöstlich von Wien als Wohngegend immer beliebter werde, seien kaum ansiedlungsbereite Firmen in Sicht. Deshalb müssten überproportional viele Personen zur Arbeit nach Wien fahren, was die Pendler Zeit und Nerven koste. „Die Marchfeld-Schnellstraße lockt neue Betriebe an, schafft Jobs im Bezirk und verlagert den Kfz-Verkehr aus den Ortskernen“, streicht Hager die Wichtigkeit dieser Hochleistungs-Achse hervor. Wann endlich der Startschuss zum S8-Bau erfolgt, steht in den Sternen, ist doch die nächste Runde zur Umweltverträglichkeitsprüfung erst für November angesetzt (die NÖN berichtete).

Derzeit werden die Straßen durch Aderklaa, Raasdorf, Deutsch-Wagram und Strasshof zu Stoßzeiten vom Durchzugsverkehr regelrecht geflutet. Bis zu 30.000 Fahrzeuge rollen täglich über die B8 zwischen Süßenbrunn und Gänserndorf. Die 200-Einwohner-Ortschaft Aderklaa durchfahren jeden Tag mehr als 3.000 Autos.