Erstellt am 11. Juli 2016, 15:50

S8-Projekt: SP machte bei Minister Druck. Landesvize Renner und Bürgermeister waren bei Verkehrsminister Leichtfried zu Gast. Ihre Forderung: Das derzeit laufende UVP-Verfahren ordentlich und rasch abwickeln.


Minister Jörg Leichtfried (4.v.l.) mit SP-Landesvize Karin Renner, SP-Bürgermeister Thomas Nentwich (Leopoldsdorf), SP-Nationalrat Rudolf Plessl, die SP-Vize Walter Vock (Strasshof) und Monika Obereigner-Sivez (Großenzersdorf), SP-Bürgermeister Josef Kohl (Drösing) und SP-Ortschef Franz Mathä (Markgrafneusiedl, v.l.).
Foto: SPÖ
 |  NOEN, SPÖ

Das S8-Projekt ist für die Region und den Bezirk Gänserndorf wohl eines der wichtigsten, aber auch umstrittensten aktuellen Verkehrsprojekte. Es dient, so die Befürworter, der infrastrukturellen Erschließung der Region und ist für die Standortsicherung des Marchfelds von großer Bedeutung. Aus diesem Grund sprach eine Delegation von Bürgermeistern nun im Infrastrukturministerium bei SP-Verkehrsminister Jörg Leichtfried vor.

„Nach der Errichtung der S8 würden rund 18.000 Anrainer vom Durchzugsverkehr und dem zunehmenden Lkw-Verkehr entlastet werden. Das bedeutet vor allem auch weniger Lärm- und Luftschadstoffemissionen in der Region“, schildert SP-Landeshauptmann-Stellvertreterin Karin Renner den aus ihrer Sicht größten Vorteil der S8. Nachsatz: „Für die Anrainer würde das eine wesentliche Verbesserung der Lebensqualität bedeuten.“

Verkehrsminister Leichtfried beruhigt: „Die Experten in unserem Haus führen gerade die Umweltverträglichkeitsprüfung durch. Das Ergebnis müssen wir abwarten. Ich kann versichern, dass seitens des Ministeriums alles getan wird, um das Verfahren ordentlich und so rasch wie möglich abzuwickeln.“

Prognosen

  • Ohne S8 würden im Jahr 2025 beispielsweise durch Deutsch-Wagram täglich rund 20.000 Kfz fahren. Nach Fertigstellung der Schnellstraße wird sich das Verkehrsaufkommen auf rund 6.000 Fahrzeuge pro Tag reduzieren.
  • Der Abschnitt West der geplanten S8 ist 14,4 Kilometer lang, die Gesamtkosten sind mit 310 Mio. Euro veranschlagt. Geplanter Baubeginn ist 2017, die Verkehrsfreigabe ist für 2019/20 vorgesehen.