Gänserndorf

Erstellt am 10. Januar 2018, 05:20

von Thomas Schindler

Wettstreit: Wen soll man nun wählen?. Die fünf Spitzenkandidaten des Bezirks sprechen über ihre Wahlziele.

Mittlerweile befinden sich die fünf Bezirks-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 28. Jänner mehr oder weniger im Wahlkampf. Aber was sind eigentlich ihre Wahlziele? Und: Warum sollen die Wähler gerade ihnen bzw. deren Parteien ihre Stimmen geben? Die NÖN stellte diese beiden Fragen den fünf Bewerbern.

Der Strasshofer Roland Reidinger, Bezirks-Spitzenkandidat der NEOS, gibt sich bei der Beantwortung der Frage über sein Wahlziel diplomatisch: „Ich wünsche mir im Sinne der Vielfalt, dass alle landesweit antretenden Parteien den Einzug in den Landtag schaffen.“ Und warum soll man gerade ihn und die NEOS wählen? „Ich stehe mitten im Leben, habe zwei schulpflichtige Kinder und bin seit 1992 selbstständig tätig.“

Reidinger will Dinge verbessern: „Dafür muss man die Zusehertribüne verlassen und seine Ideen platzieren und dafür kämpfen. Das bin ich meinen beiden Töchtern für deren Zukunft schuldig.“ Es verlange nach einer neuen Bewegung, die unbeeinflusst von Interessensvertretungen oder Bünden neuen Wind, Kontrolle und Engagement in den NÖ Landtag bringt, so Reidinger.

Dieter Dorner: "Wollen die Zahl unserer letzten Wähler verdoppeln"

Konkreter wird der Untersiebenbrunner Dieter Dorner, Bezirks-Spitzenkandidat der Freiheitlichen, was seine Wahlziele betrifft: „Wir wollen die Zahl unserer letzten Wähler mindestens verdoppeln, damit eine kräftige Vertretung der Bezirks-Interessen im NÖ Landtag ermöglicht wird.“

Und warum soll man Dorner und seiner FPÖ die Stimme geben? „Wir setzen uns für die Anliegen der Bewohner des Bezirks ein und haben durch unser Auftreten für ein Spital in Gänserndorf und für die Donauquerung bei Groß-Enzersdorf diese Themen in die politische Debatte eingebracht.“ Die anderen Parteien, so Dorner, müssen jetzt dazu Stellung beziehen.

Für die Grünen tritt die amtierende Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger aus Aderklaa als Bezirks-Spitzenkandidatin an. Was ist ihr Wahlziel? „Dass ich wieder in den Landtag komme, weil dort eine grüne Kraft aus dem Bezirk Gänserndorf notwendig ist.“ Enzinger will weiterhin auf Sachebene im Bereich Nachhaltigkeit/Umwelt/Naturschutz/Energie/Soziales mitarbeiten.

Warum soll man gerade ihr die Stimme geben? „Ich denke, man kennt mich und weiß – für billigen Populismus bin ich nicht zu haben, dafür für konstruktive Zusammenarbeit.“ Und weiter: „Im NÖ Landtag sind wir eine Kontrollpartei. Wir sprechen Themen an, die für andere Parteien vielleicht unangenehm sind, aber diskutiert gehören.“

Karin Renner: "Wir wollen stimmenstärker werden"

Auch die jetzige SPÖ-Landeshauptfrau-Stellvertreterin Karin Renner aus Markgrafneusiedl hat ein konkretes Wahlziel vor Augen: „Wir wollen stimmenstärker werden – die absolute Mehrheit der Volkspartei im niederösterreichischen Landtag muss gebrochen werden.“

Warum sollen die Bürger gerade sie bzw. ihre Partei wählen? Renner: „Weil wir uns auch in Zukunft für die unterschiedlichsten Anliegen der Menschen mit aller Kraft einsetzen wollen und weil wir mit einem großartigen Team zur Wahl antreten. Neben erfahrenen Kommunalpolitikern finden sich darin auch zahlreiche junge und engagierte Männer und Frauen.“

Der amtierende VP-Landtagsabgeordnete René Lobner aus Gänserndorf will ebenfalls seinen Sessel im Landesparlament behalten. Sein erklärtes Wahlziel: „Ich möchte wieder mithilfe vieler Vorzugsstimmen in den Landtag einziehen, um weiterhin eine starke Stimme für den Bezirk zu sein.“

Warum soll man Lobner und seine ÖVP wählen? „Wir denken über die Parteigrenzen hinweg.“ Er persönlich sei stets bestrebt, aktiv zu gestalten, Dinge zu verbessern und konkrete Projekte für mehr Lebensqualität umzusetzen: „Ich denke, ich habe in den vergangenen Jahren bewiesen, dass ich ein verlässlicher Partner und Motor der ganzen Region war und bin.“

Umfrage beendet

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