Erstellt am 09. März 2016, 04:04

von Ulla Kremsmayer

Blaue gegen Asyl und die Regierung. Etwa 50 Sympathisanten hatten sich am Groß-Enzersdorfer Hauptplatz versammelt.

Die FPÖ entrollte Transparente mit »Groß-Enzersdorf wehrt sich« und »Rot, Schwarz, Grün - Willkür öffnet Asylmissbrauch die Tür«.  |  NOEN, Kremsmayer
Es war eine überschaubare Zahl von etwa 50 Menschen, viele davon nicht aus Groß-Enzersdorf, die sich am Samstagnachmittag auf dem Hauptplatz versammelt hatte. Der Aufruf gegen die „Verunsicherung durch die eigene Stadt“ – viel mehr stand nicht auf dem Flugblatt – richtete sich in vieler Hinsicht gegen Asylwerber und nur inoffiziell gegen ein Massenquartier im Hotel am Sachsengang.

Die FPÖ entrollte Transparente mit „Groß-Enzersdorf wehrt sich“ und „Rot, Schwarz, Grün – Willkür öffnet Asylmissbrauch die Tür“. Alexander Kassowitz aus Schönau – er stand schon bei der sogenannten Info-Veranstaltung vor zwei Wochen als besorgter Bürger an der Front – beklagte seine Erfahrungen als Lokführer mit „furchterregenden“ Asylanten, die er als martialisch, Fahnen schwingend und in hohem Maße als kriminell schilderte. Freilich sei er nicht rassistisch.

Ebenso legte sich der jungfreiheitliche Markus Ripfl gegen kriminelle Asylanten ins Zeug, die Frauen missbrauchen und forderte die Obergrenze Null und die Rückweisung aller als Gebot der Stunde. Die Asylwerber seien in seinen Augen nichts als Invasoren. Die Regierungsparteien bezeichnete er gar als Verbrecher und Volksverräter.

Gemäßigter zeigte sich Gerald Ziehfreund, der, um die Besiedelung des Hotels am Sachsengang mit Asylwerbern zu verhindern, dazu aufrief, Flüchtlinge in kleinerem Rahmen aufzunehmen.