Erstellt am 24. April 2017, 16:53

von Jutta Hahslinger

Dealer wandern für Jahre hinter Gitter. Ein Slowake (46) betrieb mit Helfern schwunghaften Handel mit synthetischer Droge.

Symbolbild  |  Shutterstock, sakhorn

Im Sommer vergangenen Jahres mietete der Slowake (46) Roland T. im Bezirk Gänserndorf ein Einfamilienhaus an und installierte dort eine Drogenzentrale: Der siebenfache Vater organisierte den Ankauf der synthetischen Droge „Piko“, hergestellt in der Slowakei, schmuggelte die heiße Ware mit angeheuerten Kurieren nach Österreich ins Marchfeld und von dort ging es in den Verkauf.

Selbst seinen 23-jährigen Sohn David spannte Roland T. neben einigen Landsmännern mit einschlägiger Schmuggelerfahrung für seine Drogengeschäfte ein. An die zehn Kilogramm Piko, besser als Crystal Meth bekannt, fanden im Bezirk sowie in Hainburg, Schwechat und Wien ihre Abnehmer. Am 17. November vergangenen Jahres klickten dann für Roland T., Sohn David und Helfer Branislav D. (43) die Handschellen.

Staatsanwältin Daniela Temsch sah in Roland T. den Kopf der Organisation: „Es ist kein Geheimnis, dass Piko in der Slowakei hergestellt wird und Drogen-Clans am Werk sind. Der Hauptangeklagte soll in der Szene den Ruf des größten Dealers in Europa haben. Ob fünf oder zehn Kilogramm, bei ihm bekomme man alles, erzählte ein Zeuge.“

Dementsprechend fielen schließlich auch die Urteile aus: Roland T. wurde zu sieben Jahren Gefängnis, sein Sohn David zu vier Jahren hinter Gittern und Helfer D. zu fünf Jahren unbedingt verurteilt. Die Urteile sind rechtskräftig.