Erstellt am 28. Januar 2016, 05:03

von Robert Knotz

Brücke gibt Rätsel auf. Ein Verkehrszeichen an einer Rampe und andere vermeintliche Bausünden verärgern die Grünen. VP-Stadtchef Fritz Quirgst entgegnet: "lWaren in Bau nicht involviert"

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Die im vergangenen Herbst neu errichtete Brücke über den Russbach auf der Landesstraße 6 Richtung Wolkersdorf stößt den Grünen in der Stadtgemeinde sauer auf. „Für Fußgänger, Jogger und Radfahrer wurden unüberwindbare Hindernisse eingebaut. So endet der Radweg an einem Verkehrszeichen und die Leitschiene muss, wegen einer Krümmung, an diesen Stellen mühevoll überklettert werden“, sagt Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer.

Sie sieht in dem Verkehrszeichen das vielbesagte „Brett vor dem Kopf“. Eine Abschrägung zur Auffahrt mit dem Fahrrad sei zwar gegeben, jedoch führe die Zufahrt entlang eines ungesicherten Abgrundes hinter der Leitplanke mitten in unbefestigtes Gelände.

Quirgst: "Stadt war nicht in den Bau involviert"

Die Grüne malt sich auch aus, was bei einem Unfall auf der Brücke passieren könnte, während sich ein Fußgänger auf dieser befindet: „Wenn es eng wird und ein Auto gegen die Leitplanke stößt, sind beim Fußgänger die Beine ab.“

„Die Brücke ist seit drei Monaten fertig und jetzt kommen die Grünen darauf, dass sich etwas geändert hat“, meint VP-Bürgermeister Fritz Quirgst und betont, dass die Stadt nicht in den Bau involviert gewesen sei. „Der NÖ-Straßendienst, Abteilung Brückenbau, hat dies veranlasst. Das Bauwerk befindet sich auf einer Freilandstraße und ist niemals für Radfahrer und Fußgänger konzipiert gewesen, wenn sie von Letzteren auch öfter benutzt wurde“, so Quirgst.

Und weiter: „Meines Wissens nach muss jede Freilandbrücke einen Sicherheitsstreifen zum Geländer hin haben und die Leitschiene muss gekrümmt sein, ansonsten könnte sich ein Auto bei einem Unfall dort aufspießen. Mir wurde zugesagt, dass die zuständige Abteilung die Sachlage nochmals überprüfen und die Mängel beheben wolle.“