Erstellt am 13. April 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Bus zur Demo für S8: Öko-Partei rügt Marev. Gestern, Dienstag, fand die Kundgebung des Vereins Marev in Wien statt. Davor hagelte es noch Kritik von den Grünen.

Marev-Obmann Rudolf Makoschitz: »Geld stammt aus dem Überschuss des Rechnungsabschlusses 2015.«  |  NOEN, NÖN

"Wer bezahlt die Busse zur Demo?" Diese Frage wollte Grünen-Bezirkssprecherin Beate Kainz beantwortet haben. Im Visier der Öko-Partei stand der Marev (Marchfelder Regionalentwicklungs-Verein), der zwei Autobusse für Teilnehmer an der Pro-S8-Demo am Wiener Ballhausplatz organisiert hatte.

Kainz: „Der Marev, ein Verein zur Förderung der Regionalentwicklung, hat offensichtlich in der Demo für die geplante Marchfeld-Schnellstraße S8 ein förderwürdiges Ziel erkannt.“ Es wurden Busse organisiert, die auch abgelegene Orte, die keine Mitgliedsbeiträge bezahlen, wie Zistersdorf und Dürnkrut, anfahren, so Kainz.

Makoschitz: "Finanzierung aus Überschuss des Vorjahres"

Die Grüne weiter: „Wie ist das mit den vereinseigenen Vorgaben vereinbar? Oder werden für diesen Ausflug zweckgebundene Fördergelder verwendet?“ Und abschließend: „Sollte der Verein zur Förderung der Regionalentwicklung nicht eher den öffentlichen Verkehr im Marchfeld fördern?“

Die Grünen stellten all diese Fragen Marev-Obmann Rudolf Makoschitz, er ist auch VP-Bürgermeister von Eckartsau, schriftlich. Der erklärte: „Die Bereitstellung von zwei Autobussen wurde im Marev einstimmig beschlossen. Die Kosten der Busse – 890 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer – werden aus dem Überschuss des Rechnungsabschlusses 2015 übernommen.“ Makoschitz weiter: „Nachdem die Bevölkerung unserer Nachbarregion ebenso von der Verkehrsproblematik betroffen ist, haben wir auch Nichtmitgliedern die Gelegenheit gegeben, an der Kundgebung teilzunehmen.“