Erstellt am 25. Februar 2016, 05:04

von Markus Glück

Busse sind nur fast „Bussi“. Grüne Jugend und Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger befragten Schüler zum öffentlichen Verkehr im Bezirk. Zwei Drittel sind „durchschnittlich“ zufrieden.

Amrita Enzinger (l.) führte gemeinsam mit Lukas Schwarz (2.v.l.) eine Umfrage zum öffentlichen Verkehr im Bezirk durch.  |  NOEN, privat

Gemeinsam mit den „Jungen Grünen Niederösterreich“ führte Landtagsabgeordnete und Grünen- Verkehrssprecherin Amrita Enzinger vor der HAK und dem Gymnasium sowie auf der Bahnstraße eine Schülerumfrage über den öffentlichen Verkehr im Bezirk durch.

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Für fast 50 Prozent der Befragten ist der Bus das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel (siehe Grafik), gefolgt von Auto und Bahn. Fast zwei Drittel der Schüler sind mit der Qualität der Öffis im Bezirk durchschnittlich zufrieden. Größter Kritikpunkt dabei: Die Öffi-Nutzung sollte auch am Wochenende und am Abend möglich sein. „Durch die Befragung sehen wir, dass der öffentliche Verkehr im Bezirk definitiv ausbaufähig ist“, erklärt Enzinger. „Jugendlichen ist es kaum möglich, am Abend mit dem Bus zu ihren Freunden zu fahren. Zudem verkehren die Busse an schulfreien Tagen kaum.“

Bei der Befragung zeigte sich auch, dass die meisten Jugendlichen bereits über das 60-Euro-Top-Jugendticket verfügen und deswegen auch häufig die Öffis nutzen.

Grüne drängen auf flächendeckende Gratis-Öffis

Kritik am öffentlichen Verkehr gibt es auch vom Bezirksjugendsprecher der Grünen Gänserndorf, Lukas Schwarz: „Da ich selbst täglich mit den Öffis in Niederösterreich unterwegs bin, kann ich die Sorgen sehr gut nachvollziehen.“

Während Enzinger einmal mehr ein 365-Euro-Ticket, ähnlich jenem in Wien und Vorarlberg, fordert, gehen die Jungen Grünen einen Schritt weiter. Sie drängen darauf, Gratis-Öffis flächendeckend umzusetzen. Auf die Frage der Finanzierung erhalten sie Rückendeckung von Enzinger: „Solange für Autobahnen und Umfahrungsstraßen scheinbar unbegrenzt Geld, unser Steuergeld, vorhanden ist, stellt sich die Frage nicht. Ich bin es leid, auf diese Frage Antworten zu geben.“

Realistischer ist aber die Finanzierung eines 365-Euro-Tickets. „Als Verkehrssprecherin, sage ich: Einen Teil der Einnahmen aus der flächendeckenden Lkw-Maut könnte man für den Ausbau des Öffi-Netzes verwenden. In Wien hat sich auch gezeigt, dass durch das Ticket ein Großteil der Investitionskosten wieder hereinkommt“, so Enzinger.