Deutsch-Wagram

Erstellt am 26. August 2016, 02:37

von Robert Knotz

10 Jahre Dienst an Kids. Der Verein „Goostav“ wurde vor einem Jahrzehnt in Deutsch-Wagram gegründet. Mittlerweile sind die Streetworker auch in einigen anderen Gemeinden tätig.

Das Streetworker-Team: Benedikt Hollaus, Sarah Meixner, Peter Nöbauer und Sirit Albel (v.l.).  |  Goostav

Die mobile Jugendarbeit feiert ihren Geburtstag: Seit dem Frühjahr 2006 ist die mobile Jugendarbeit „Goostav“ im Bezirk Gänserndorf tätig. Begonnen hatte alles unter der Leitung von Anja Fischer in Deutsch-Wagram.

Bereits im Herbst 2005 hatte man mit den Planungs- und Vorbereitungsarbeiten in der Stadtgemeinde begonnen. Mittlerweile betreuen die Streetworker bereits seit vielen Jahren Jugendliche in Strasshof, Gänserndorf und Groß-Enzersdorf.

In Zweier-Teams nehmen die Betreuer mit Jugendlichen zwischen 12 und 23 Jahren Kontakt auf. „Wir gehen nicht mit erhobenen Zeigefinger auf die Jugendlichen zu“, betont Team-Leiter Peter Nöbauer. Vielmehr sei es wichtig, eine Vertrauensbasis zu den Kids aufzubauen.

Vertrauen ist notwendig, um Jugend zu beraten

Dies sei notwendig, um die jungen Menschen gut zu beraten und auch in Krisensituationen besser helfen zu können. Dabei gelte der Grundsatz der Verschwiegenheit: Dies bedeutet, dass keinerlei Informationen ohne Einwilligung der Jugendlichen außerhalb des „Goostav-Teams“ weitergegeben werden.

„Viele Jugendliche haben psychische Probleme, es kommt auch hin und wieder zu Fällen von Selbstverletzung“, ergänzt der Team-Leiter. Hier sei die vorhin angesprochene Vertrauensbasis sehr wichtig – denn nur dann würden sich die Jugendlichen öffnen und ihre Probleme berichten.

Im Rahmen von Veranstaltungen gebe es für die jungen Leute auch Gelegenheit sich zu unterhalten. So geht zum Beispiel am 16. September (ab 17 Uhr) in einem gemeinsamen Projekt mit der Jobwerkstatt (AMS) im Funpark Gänserndorf ein Fußballturnier über die Bühne.

Auf die Frage, wie man den Erfolg mobiler Jugendarbeit messen kann, antwortet Nöbauer: „Wir waren Gegenstand einer Begleitforschung des Institutes für Rechts-und Kriminalsoziologie. Dort kam man zu dem Ergebnis, dass in Einsatzregionen der Jugendarbeit ein Rückgang der Deliktzahlen mit jugendlichen Tatverdächtigen zu verzeichnen ist.“