Deutsch-Wagram

Erstellt am 14. April 2017, 05:00

von Robert Knotz

Brunnen soll das Überleben sichern. Unternehmer aus der Stadt setzt sich für Wasserversorgung der Massai ein.

VP-Umweltstadtrat Franz Spehn, Grünen-Gemeinderätin Bettina Bergauer, Pfarrer Peter Paskalis, VP-Bürgermeister Fritz Quirgst, Unternehmer Franz Urbanek, SP-Gemeinderätin Eva Ewald, VP-Wirtschaftsstadträtin Hilde Toth und SP-Gemeinderat Robert Stastny (von links).  |  NOEN, privat

Unternehmer Franz Urbanek rief ein Bewässerungsprojekt für die Massai ins Leben. Er stellte ein Paket, bestehend aus einem Erdbohrer, einem Solarpanel und einer Pumpe zusammen. Der Gesamtwert des Sets beläuft sich auf etwa 600 Euro. Die Transportkosten nach Tansania sind hier nicht enthalten.

Damit möchte er den Massai ermöglichen, selbst eine kleine Wasserversorgungsanlage aufzubauen. Da sich der Grundwasserspiegel nur wenige Meter unter der Erdoberfläche befindet, wird die Anlage gesundes Wasser für viele Massai bringen und damit ihr Leben und das ihrer Kühe nachhaltig sichern.

Pfarrer segnete das Brunnen-Projekt

Das Brunnen-Projekt wurde im Rahmen der Museumseröffnung des Heimat- und Napoleonmuseums vorgestellt und von Stadtpfarrer Peter Paskalis gesegnet. Urbanek ist derzeit auf der Suche nach Sponsoren, die das Vorhaben unterstützen.

Der erfolgreiche Unternehmer ermöglichte bereits vor einiger Zeit einem Massai-Mädchen mit einer Spendenaktion, wie berichtet, den Besuch eines Internats.

Urbanek bezeichnet sich selbst als Massai – er wurde bei seinem letzten Tansania-Besuch in den Stamm aufgenommen. Grund dafür dürfte die Tatsache sein, dass sein Schwiegersohn den Massai angehört und er bei seinen Besuchen hilft, wo immer er kann.