Erstellt am 10. Januar 2016, 05:03

von Edith Mauritsch

Dorferneuerung: Baumeister der Zukunft. An drei Abenden erarbeiteten Teilnehmer ein Leitbild für die Gemeinde. Dabei kristallisierten sich fünf Themenbereiche heraus, die nun auf Umsetzung warten.

Die Teilnehmer an den Dorfgesprächen brachten viele Ideen für die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten Jahren ein.  |  NOEN, Mauritsch

Als Vorbereitung zur Aufnahme in die Aktion "Niederösterreich Dorferneuerung“ erarbeiten die Teilnehmer unter der Moderation von Markus Weindl und Friederike Tagwerker von NÖ.Regional.GmbH an drei Abenden ein Leitbild für die Gemeinde. Nach einer Stärken/Schwächen-Analyse kristallisierten sich fünf Themenkreise heraus, an denen im Zuge von konkreten Projekten in den nächsten Jahren gearbeitet werden soll.

Sehr am Herzen lag den Teilnehmern die Entwicklung des Areals Meierhof-Hofkeller zum kulturellen und pädagogischen Zentrum. Direkt damit im Zusammenhang stehen Überlegungen zur Gastronomie, zur Sprache kam auch ein Architektenwettbewerb unter Einbindung der Bürger. Ebenso Thema war die Verstärkung des Gesundheitsbewusstseins unter dem Motto „Bewegung in jedem Alter und in allen Jahreszeiten“.

Für den Binger-Park bei der Kirche gab es bereits konkrete Vorschläge und sogar einen Plan, der Möglichkeiten für eine Neugestaltung anregte. Die Aufarbeitung der Geschichte des Ortes und die Weitergabe des Wissens an die junge Generation ist Kern des Projektes „Kulturelles Erbe“. Anfänge wurden hier schon mit der Reihe „Zeitzeugen“ gemacht – die Veranstaltung erfreute sich regen Zustroms (die NÖN berichtete).

Auch Erstellung eines Bildbandes in Aussicht

Die Teilnehmer können sich in diesem Zusammenhang unter anderem die Erstellung eines Buchbandes und kindgerechte Lehrmittel für die Volksschule vorstellen. Nicht zuletzt soll auch das Thema „Wein und Schwein“ eine Weiterentwicklung erfahren – die Ideen reichten von Jagdhornkonzerten bis zu Wildschweinessen wie bei Asterix.

Ein Grundsatzbeschluss an der Aktion Dorferneuerung teilzunehmen, fasste der Gemeinderat bereits in der Dezember- Sitzung, allerdings unter Protest des Gemeinderates Peter Berthold, der zuerst konkrete Projekte vorliegen haben wollte. Bedingung für die Teilnahme ist ein Dorferneuerungsverein, der für die Koordination verantwortlich zeichnet.

Wie VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl auf Nachfrage der NÖN mitteilte, ist der Verein derzeit in Gründung. Eingebunden werden soll auch der schon bestehende Dorfverschönerungsverein. Jedenfalls müssen die Formalitäten bis spätestens 14. Jänner abgeschlossen sein, zu diesem Termin fällt nämlich die Entscheidung im Land Niederösterreich.