Erstellt am 18. Dezember 2015, 05:03

von Edith Mauritsch

Dorfplatz: SP übt Kritik. Bei der jüngsten Sitzung im Ortsparlament stießen zwei VP-Vorhaben auf Widerstand der SP. Sport- und Tennisverein sowie die Judogruppe erhalten Subventionen.

Ernst Friedl war mit dem Voranschlag 2016 nicht wirklich einverstanden.  |  NOEN, Mauritsch

Die letzte Gemeinderatssitzung des laufenden Jahres behandelte im Wesentlichen die Themen Kleinregion „Südliches Weinviertel“, Verkauf von Bauplätzen und das Budget für 2016, das für Diskussionen sorgte. Der Voranschlag für 2016 beläuft sich im ordentlichen Haushalt auf 3.194.400 Euro, im außerordentlichen Haushalt auf 1.236.400 Euro.

Die budgetierten Kosten für die Kurpromenade in der Höhe von 360.000 Euro rief Widerstand seitens der SP-Fraktion hervor. Vorsitzender Ernst Friedl bemängelte, es liege noch kein Projekt vor, generell seien viele Fragen offen und er stellte die Frage, ob eingeplante Förderungen wirklich realistisch seien. „Das ist ein Prestigeprojekt, es gibt wichtigere Dinge, für die das Geld verwendet werden soll“, begründete Friedl seine Ablehnung.

Auch der geplante Dorfplatz in Kollbrunn fand nicht die ungeteilte Zustimmung der SP, hier argumentierte Friedl, dass es auch billigere Lösungen gebe. VP-Ortschef Kurt Jantschitsch konterte, dass Zusagen des Landes NÖ immer eingehalten wurden und es besser sei, etwas ordentlich zu machen, zumal die budgetären Möglichkeiten vorhanden seien.

Erfreuliche Nachrichten für die jungen Bürger

Erfreuliches stand zum Thema Siedlungsgebiet Lüßfeld auf der Agenda. Gleich elf Kaufanträge junger Bürger der Gemeinde wurden vom Gemeinderat abgesegnet. Ebenfalls einer Meinung war man im Bezug auf die Forcierung einer 30er-Beschränkung auf allen Gemeindestraßen und dem weiteren Verbleib der Marktgemeinde in der Region „Südliches Weinviertel“ bis 2020.

Der Sportverein, der Tennisverein und die Judogruppe dürfen sich über Subventionen freuen, auf Vorschlag Friedls erhält auch die Feuerwehr Bad Pirawarth einen Zuschuss über 500 Euro für die Jugendarbeit. Dies allerdings ohne die Pro-Stimme von Vizebürgermeister Josef Kaufmann, der dagegen hielt, dass durch den Neubau des FF-Hauses bereits sehr viel Geld fließe.