Erstellt am 09. Oktober 2015, 05:02

von Nina Wieneritsch

Die Krux mit der Kreuzung. Laut einem Gemeindebewohner läuft beim Verkehr derzeit einiges verkehrt. Herbert Svec (NÖ Straßenbauabteilung) klärt auf.

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Wutbürger“ Walter Kolarik wittert einen Skandal. Die Kreuzung Bernstein Straße/Hauptstraße wurde vor einem Jahr saniert (die NÖN berichtete). Laut Kolarik gibt es hier aber einen Haken, denn der Parkplatz vor der Apotheke und der Gastgarten des Café Luna seien ein „klarer Verstoß gegen jede Straßenverkehrsordnung“.

So befinde sich der Gastgarten nur 70 Zentimeter vom Fußgängerübergang entfernt. „Durch Tische, Sonnenschirme und Tafeln ist es dem Autofahrer unmöglich, zum Beispiel Kinder zu sehen“, so Kolarik. Auch die Kurzparkzone vor der Apotheke ist dem Bürger ein Dorn im Auge: „Die Autos schieben beim Ausparken verkehrt auf die Straße, das ist nicht erlaubt.“ Außerdem sei es verboten, bis zu fünf Meter vor einem Schutzweg zu halten oder zu parken.

Seitens des Landes zeige man laut Kolarik keine Einsicht. „Ich stehe als Querulant da, weil ich der Einzige bin, der die Missstände aufzeigt.“

Svec: "Alle Pläne abgesegnet"

Herbert Svec (NÖ Straßenbauabteilung) stellt den Sachverhalt dar. Gleich vorweg: „Alle Pläne wurden so, wie wir sie vorgeschlagen haben, von der Behörde abgesegnet.“ Vor drei Wochen habe es eine neuerliche Verhandlung auf der Bezirkshauptmannschaft gegeben, bei der die Situation erneut für rechtens befunden wurde.

Konkret: „Der Gastgarten befindet sich auf einer Nebenanlage der B 49, der Gehsteig ist frei passierbar.“ Den Abstand zum Schutzweg betreffend gebe es für diese Situation, wie sie hier gegeben ist, keine Vorschrift.

Die Kurzparkzone vor der Apotheke habe auch schon vor dem Umbau der Kreuzung bestanden. Im Zuge der Arbeiten habe man die Fahrbahn leicht verschwenkt (siehe Foto), sodass Autofahrer, die sich auf der Nachrangstraße befinden, nicht ungebremst weiterfahren. „Wenn die Autofahrer rückwärts ausparken, schieben sie meist ohnehin nicht auf die Fahrbahn, sondern auf die Fläche, die so durch den Umbau entstanden ist.“ Und: Die Fünf-Meter-Regelung habe zwar auch im Ortsgebiet ihre Gültigkeit, aber nur, wenn die Autos am Fahrbahnrand parken, was hier nicht der Fall ist.