Dürnkrut

Erstellt am 15. März 2017, 02:23

von Nina Wieneritsch

Leitungswasser: Kurzzeitig Stress wegen Uran. Seit Längerem führt die Gemeinde Erhebungen für neue Versorgung durch. Kurz vor Ziel funkten Messwerte dazwischen.

Bis das Trinkwasser wieder freigegeben wird, sollten die Bürger Dürnkruts auf ein Glas Leitungswasser lieber verzichten. privat  |  privat

Dass das Glück manchmal wirklich ein sprichwörtliches Vogerl ist, musste jüngst SP-Bürgermeister Herbert Bauch feststellen. Bereits im Herbst hatte er sich dazu entschlossen, bis Ende März dieses Jahres eine Entscheidung über die künftige Wasserversorgung in Dürnkrut zu fällen.

Seit über einem Jahr werde daher geprüft: Es wurden etwa ein neues Brunnenschutzgebiet und eine eigenständige Aufbereitung überprüft, aktuell sei man dabei, alle relevanten Parameter für die Versorgung zu analysieren. Gespräche mit der „EVN Wasser“ und dem Land gab es bereits, am Dienstag stand ein weiteres mit SP-Landesvize Karin Renner an.

Grenzwert um 3,1 Mikrogramm überschritten

Alles auf Schiene also, doch dann funkte vergangene Woche das Uran im Grundwasser dazwischen. Der Grenzwert von 15 Mikrogramm pro Liter wurde um 3,1 Mikrogramm überschritten. Schuld daran hat keiner – der erhöhte Urangehalt ist geogen bedingt. Derweil darf das Wasser aus der Leitung aber weder getrunken noch für die Zubereitung von Kindernahrung verwendet werden, aber es gibt bald Entwarnung: Seit Freitag wird Dürnkrut bereits mit EVN-Wasser versorgt.

Werden die Werte bei der nächsten Probe – und damit rechnet Bauch – im Normalbereich liegen, könne das Verbot bald wieder aufgehoben und die ursprünglichen Pläne zur Erneuerung der Wasserversorgung weiter verfolgt werden.