Gänserndorf

Erstellt am 24. August 2016, 02:08

von Thomas Schindler

Sommerszene Gänserndorf: Gewaltiges Minus. Mieses Wetter reißt ein Riesen-Loch ins Budget des heurigen Freiluft-Events. Wie es nun weitergeht, weiß niemand.

Das beliebte Kinder-Karaoke ging ebenfalls am Freitag in Szene. Die Kleinen begeisterten mit ihren Gesangseinlagen die zahlreichen Zuhörer.  |  Mattes

Zum 17. Mal ging heuer die beliebte Gänserndorfer Sommerszene über die Bühne. An insgesamt 16 Abenden zwischen 1. Juli und 20. August fanden über zwei Dutzend Konzerte – darunter von Willi Resetarits und Norbert Schneider – sowie ein großes Karaoke-Singen statt.

Auch wenn das Publikum begeistert war: Die diesjährige Sommerszene entpuppte sich für die Veranstalter als großes Verlustgeschäft. Der Grund war das katastrophale Wetter.

Wolfgang Lehner, Obmann des Vereins KiG (Kultur in Gänserndorf), der die Sommerszene veranstaltet, erinnert sich im NÖN-Gespräch: „Zugegeben, letztes Jahr hatten wir einen Jahrhundert-Sommer, da gab es kein einziges verregnetes Wochenende. Damals kamen wir auf 12.000 bis 13.000 Besucher. Heuer waren es leider ein Drittel weniger.“ Somit gab es auch 33 Prozent weniger Einnahmen.

Schlechtes Wetter bei den Highlights

Grünen-Vizebürgermeisterin Margot Linke sang beim Karaoke „The Lion Sleeps Tonight“.  |  Tuschl

Besonders bitter: Das Wetter machte heuer den Veranstaltern auch bei manchen musikalischen Highlights einen Strich durch die Rechnung. Beim Auftritt von Norbert Schneider zum Beispiel schüttete es wie aus Schaffeln. Das Konzert musste kurzerhand in die Schmied-Villa verlegt werden, die natürlich weitaus weniger Platz als das Freigelände bietet.

Welche waren die stärksten Wochenenden? Lehner: „Das letzte mit dem Karaoke-Singen sowie den Auftritten der Madcaps und 4 Non Plugged. Schön war das Wetter auch beim Konzert von Willi Resetarits und Ernst Molden.“ An diesen Tagen klingelten die Kassen.

Nun, was könnte man für die Zukunft ändern, damit auch bei Regen die Zuhörer bleiben? Lehner: „Wir hatten schon vor zwei Jahren das Thema aufgeworfen. Der Platz muss unbedingt wetterfest gemacht werden.“

Mobile Überdachung und Freiwillige benötigt

Der Besitzer des Kuturhausgartens ist die Stadtgemeinde. „Mein Wunsch wäre, dass die Gemeinde über eine mobile Überdachung nachdenkt.“

Ist der Verein KiG eigentlich noch motiviert – aufgrund des jährlichen Lotteriespiels mit dem Wetter – die Sommerszene künftig auszurichten? „Jetzt müssen wir einmal das Ganze verdauen.

In ein paar Wochen werden wir uns dann zusammensetzen, die jüngste Saison analysieren und schauen, ob und wie es weitergeht. Mein Wille ist grundsätzlich noch da“, so Lehner abschließend.

Nachsatz: „Wir suchen aber dringend junge Leute, die ehrenamtlich bei uns mitarbeiten. Unser jetziges Team wird nämlich langsam alt und müde.“