Erstellt am 11. Mai 2016, 03:04

von Manuel Mattes

Ebhart: Angriff auf FPÖ. Strasshofs Bürgerlisten-Boss Paul Ebhart stößt sich an der Abstimmungspolitik der Freiheitlichen im Gemeinderat. FP-Chefin Gerda Busch lässt die Vorwürfe nicht gelten.

FP-Chefin Gerda Busch kann die Vorwürfe Ebharts nicht nachvollziehen.  |  NOEN, Archiv

Bürgerlisten-Chef Paul Ebhart übt massive Kritik an der Strasshofer FP-Ortsgruppe, insbesondere an deren Abstimmungsverhalten im Gemeinderat: „Aus dieser Partei wird niemand schlau. Die Freiheitlichen segnen mit ihren Stimmen im Ortsparlament Entscheidungen ab, die sie in ihrer Parteizeitung, die an die Strasshofer Haushalte verteilt wird, vehement kritisieren.“

Als ein Beispiel nennt er dabei die Ampeldebatte. Die Bürgerliste habe bei der vorletzten Sitzung im Ortsparlament einen Dringlichkeitsantrag zu diesem Thema eingebracht, der aber abgelehnt wurde, auch von zwei FP-Mandataren. Anschließend habe die FPÖ in ihrer Parteizeitung die derzeitige Ampelsituation kritisiert.

"Dringlichkeitsantrag nicht unterstützt"

Ein ähnliches Verhalten wirft Ebhart den Freiheitlichen bei der Thematik „Teilverkabelung Silberwald“ (die NÖN berichtete) vor: „Die FPÖ bezeichnet die oberirdischen Strom-Verkabelungen auf den Masten in der Parteizeitung als ,hässlich‘, stimmt aber gegen unseren Antrag, dass diese nicht von der Gemeinde übernommen werden sollen.“

Was sagt die Strasshofer FP-Chefin Gerda Busch zu den Vorwürfen? „Der Grund, warum wir Ebharts Dringlichkeitsantrag nicht unterstützt haben, ist leicht erklärt: Wir sind der Meinung, dass wir generell zwei bis drei Ampeln zu viel in Strasshof haben.

Der Antrag der Bürgerliste beschäftigte sich aber ausschließlich mit der Ampelschaltung während der Nachtstunden.“ Und weiter: „Die Masten brauchen wir derzeit, weil noch nicht alle Kabel in die Erde gelegt wurden. Deswegen ist es durchaus sinnvoll, dass die Gemeinde diese übernimmt."