Erstellt am 15. Februar 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

Eierspeis’ nur gegen Bares. Wer hungrig ist und lediglich eine Kreditkarte bei sich trägt, hat in der Bezirkshauptstadt offenbar das Nachsehen – für Austro-Kanadier „Hero“ unverständlich.

Letztlich musste sich auch Ronald Heberling dem System beugen und sein Frühstück in bar bezahlen.  |  NOEN

Ist nur Bares Wahres? Austro-Kanadier Ronald „Hero“ Heberling ist aus seinem Heimatland jedenfalls anderes gewohnt. Hungrig und mit Kreditkarte bewaffnet wollte der Zistersdorfer Künstler vergangene Woche Dienstag in der Bezirkshauptstadt frühstücken, wurde aber jäh enttäuscht.

„Wer gerade nichts Bares eingesteckt hat, muss in der Stadt anscheinend hungern, anstatt sich gemütlich in ein Lokal zu setzen, um zu frühstücken“, so Heberling. Die einen Betriebe würden überhaupt keine Kreditkarten akzeptieren, bei anderen gelte eine Grenze ab 30 Euro.

Warum das so ist, erklären Gastronomie-Bezirksvertrauensfrau Elfriede Sommer und Wirtschaftskammer-Bezirksobmann Andreas Hager: „Prinzipiell obliegt es jedem Unternehmer selbst, ob er seinen Kunden diesen Service anbieten will“, so letzterer.

Sommer erklärt die Schwierigkeiten: „Eine Kreditkarten-Kasse muss man mieten und warten, außerdem ist eine Versicherungsgebühr zu entrichten, zusätzlich zahlt man für jede Buchung – einige Kreditkartenfirmen verrechnen Spesen bis zu 9 %. Für kleinere Betriebe zahlt sich das nicht aus.“ Meist würden somit nur größere Lokale Kreditkartenzahlung anbieten.