Erstellt am 10. November 2015, 01:52

von Robert Knotz

Ein Blick ins "Gestern". Der neue Bildband "Das alte Deutsch-Wagram" des Heimat-Archivisten Manfred Groß versetzt den Betrachter mit 80 nostalgischen Fotos in die "gute alte Zeit".

SP-Stadtrat Harald Nikitscher, Reinhard Pacejka, Bärbel Schmid, die VP-Stadträte Hilde Toth und Franz Spehn, Manfred Groß, Verleger Ulrich Winkler Hermaden und VP-Bürgermeister Friedrich Quirgst.  |  NOEN, Foto: Knotz

Manfred Groß präsentierte vergangenen Donnerstag im übervollen Festsaal des Stadtamtes sein neues Buch „Das alte Deutsch-Wagram“. Der Bildband ermöglicht dem Leser einen illustrierten Streifzug durch die Geschichte Deutsch-Wagrams, das im 12. Jahrhundert besiedelt und 1258 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Das Buch bietet einen Rundgang durch die prägenden Ortsteile und Straßen der Stadtgemeinde. Das ursprüngliche Angerdorf mit der alten Wehrkirche, der Bahnhof mit der Bahnhofstraße, die danach besiedelte Hauptstraße und Gänserndorfer Straße sowie die Bockfließer Straße werden in alten Ansichten gezeigt. Das 1378 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Helma wird ebenfalls behandelt.

Noch nie veröffentlichten Abbildungen

Zwei Jahreszahlen prägten Deutsch-Wagram besonders: 1809, als Kaiser Napoleon gegen Erzherzog Karl bei Wagram kämpfte, und 1837, als die erste Dampfeisenbahn Österreichs ihren Betrieb zwischen Wien-Floridsdorf und Deutsch-Wagram aufnahm. Besonders die Eisenbahn prägt das bis 1837 rein bäuerliche Angerdorf bis heute: Betriebe siedelten sich an und neue Straßenzüge entstanden. Als 1962 der Schnellbahnbetrieb von Wien nach Deutsch-Wagram aufgenommen wurde, begann ein weiterer rasanter Aufschwung und ganze Ortsteile entwickelten sich.

Zu den teilweise noch nie veröffentlichten Abbildungen hat Groß einen erklärenden Text hinzugefügt. So bietet dieses Buch nicht nur optisch neue Einblicke, sondern auch viele – bisher wenig bekannte – Informationen zur Geschichte der Stadtgemeinde. Eine Zeittafel ergänzt die über 80 Abbildungen.

Groß ist leidenschaftlicher Sammler und besitzt ein reichhaltiges Archiv zur Geschichte von Deutsch-Wagram. Er verfasste bereits eine umfassende Heimatchronik und zahlreiche Artikel über die Stadtgemeinde. Die Produktion des Buches wurde von der Stadt und von der Firma „AC-Wohnen“ unterstützt.

Verleger Ulrich Winkler-Hermaden: „Es war schwierig, von den tausenden Bildern im Archiv des Autors, die richtige Auswahl zu treffen.“


Infos zum Buch

„Das alte Deutsch-Wagram“ ist im Verlag „Edition Winkler-Hermaden“ erschienen. Der Bildband wird im „Kleinen Stadtkaffee“, in der Trafik Bednar, beim Imbiss Adlerhorst, bei „g u g“, im Restaurant Seinerzeit, bei Pippilotta und bei AC-Wohnen vertrieben.