Gänserndorf

Erstellt am 26. April 2017, 04:52

von Thomas Schindler und Nina Wieneritsch

Süden wächst, der Norden schrumpft. Das Marchfeld legte zu, das südliche Weinviertel verlor Bewohner. Aber: Bis 2050 soll es im Bezirk 25 Prozent mehr Bürger geben.

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Vier von zehn Gemeinden in Österreich sind im vergangenen Jahrzehnt einwohnermäßig geschrumpft. Besonders betroffen sind die ländlichen Gebiete, unter anderem im Bezirk Gänserndorf. Im städtischen Bereich wiederum ist meist ein erheblicher Anstieg bei den Bevölkerungszahlen zu verzeichnen.

Für den Bezirk Gänserndorf prognostiziert die „Statistik Austria“, dass dieser bis zum Jahr 2050 einwohnermäßig um 25 Prozent wachsen wird, die Region Gänserndorf/Groß-Enzersdorf/Marchegg allein betrachtet sogar um 30 Prozent. Beide Werte befinden sich damit österreichweit unter den Top Ten.

Minus für den Norden, Plus für den Süden

Grob kann man sagen, dass der Norden des Bezirks Bewohner verliert, der Süden (Marchfeld) wiederum an Einwohnern zulegt.

Bei den Negativ-Gemeinden hält Ringelsdorf-Niederabsdorf den Bezirks-Rekord: Die Kommune musste in den vergangenen zehn Jahren einen Bevölkerungsrückgang in der Höhe von 8,6 Prozent verzeichnen. Ausreißer im Norden ist Palterndorf-Dobermannsdorf, hier stieg die Einwohnerzahl sogar um 4,7 Prozent.

Deutlich rosiger, was das Bevölkerungswachstum betrifft, sieht es da schon im Marchfeld aus: Im Süden des Bezirks ist nur eine Gemeinde, nämlich Mannsdorf, vom Aussterben bedroht. Zehn Prozent der Bewohner verlor man dort seit 2006 und hielt zuletzt bei 369.

Spitzenreiter bei den Positiv-Gemeinden ist – wenig überraschend – die Bezirkshauptstadt: Sie wuchs um satte 21,5 Prozent. Den zweiten Platz hält die Marktgemeinde Strasshof mit einem Plus von 20,6 Prozent.

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