Erstellt am 10. Dezember 2015, 14:53

von Thomas Schindler

Eltern erbost : Aufregung wegen Schulen. Gänserndorfs Volksschul-Absolventen sollen nicht mehr die Musik-Mittelschule Auersthal und die Sport-Mittelschule Matzen besuchen dürfen. "Stimmt nicht" so VP-Lobner.

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In der Gänserndorfer Volksschule herrschte bei manchen Viertklasslern zuletzt Aufregung – genauer gesagt bei deren Eltern. Sie sollten nämlich bis spätestens 10. Dezember VP-Bürgermeister René Lobner bekannt geben, welche Schule die Sprösslinge ab September 2016 besuchen werden. „Woher sollen wir das jetzt schon wissen? Es gibt ja noch nicht einmal die Halbjahres-Zeugnisse.“

Was die Eltern weiters auf die Barrikaden treibt: „Wir haben gehört, dass Gänserndorfer Volksschul-Absolventen künftig nicht mehr in die Musik-Mittelschule nach Auersthal bzw. in die Sport-Mittelschule nach Matzen wechseln dürfen. Sie müssen alle in Gänserndorf bleiben.“

„Das Ganze ist natürlich auch eine Kostenfrage.“

„Stimmt nicht“, stellt Lobner im NÖN-Gespräch klar: „Nach Matzen dürfen sportbegeisterte Schüler aus Gänserndorf immer. Das ist gesetzlich so verankert.“ Was die Musik-Mittelschule in Auersthal betrifft, sieht es anders aus: Hier haben Gänserndorfer Kinder rechtlich keinen Anspruch auf Aufnahme. Lobner: „Grundsätzlich muss jeder Schüler in seinem Schulsprengel bleiben – so sieht es das Gesetz vor. Ausnahmen gibt es, wie gesagt, nur bei den Sport-Mittelschulen.“

Der Stadtchef erklärt den Hintergrund für diese Regelung: „Das Ganze ist natürlich auch eine Kostenfrage.“ Besucht ein Gänserndorfer Kind eine Pflichtschule in einer anderen Kommune, so muss die Heimatgemeinde dafür zahlen, obwohl in der eigenen Schule ohnehin Platz gewesen wäre. Dazu kommt noch, dass Auersthal gar nicht die Kapazitäten hätte, wenn zu viele Gänserndorfer kommen würden.

„Deshalb wollten wir auch jetzt von den betroffenen Eltern wissen, wohin ihre Kinder tendieren, damit wir uns ein ungefähres Bild machen können.“ Das Ergebnis der Umfrage wird dann evaluiert: „Schauen wir einmal, was rauskommt. Vielleicht war die ganze Aufregung eh umsonst“, so Lobner.