Erstellt am 26. November 2015, 13:13

von Stefan Havranek

Engelhartstetten: Svatunek gründet Partei. Ex-Gemeinderat der „Liste Barnet“ hat genug vom „Stillstand aufgrund persönlicher Befindlichkeiten“ und tritt mit Bürgerplattform zur Wahl an.

Franz Gürth, Anton Svatunek, Roland König, Leopold Geringer und Tamara Butz (von links) wollen als »Bürgerplattform« antreten.  |  NOEN, Havranek

Schon lange war gemunkelt worden, jetzt ließ der Engelhartstettener Anton Svatunek die Bombe platzen: Er plant, bei der Gemeinderatswahl im Jänner (die durch den Auszug der SP und der daraus resultierenden Auflösung des Gemeinderats notwendig wurde) mit einer Bürgerplattform (BPF) anzutreten.

Fünf Mitglieder hat die BPF derzeit, neben Svatunek gehört auch Roland König der Liste an. Beide saßen bis zum Rückzug der Roten für die „Liste Barnet“ im Gemeinderat – wobei König nach kurzer Zeit aus der Liste ausgetreten und als unabhängiger Mandatar im Ortsparlament gesessen war.

„Wir sind nicht von Parteipolitik abhängig“

Mit Leopold Geringer ist noch ein weiterer Kandidat der „Liste Barnet“ nun bei der BPF. Franz Gürth und Tamara Butz komplettieren die Liste. „Die BPF ist eine Interessensgemeinschaft unabhängiger Bürger mit dem Ziel, für alle Bewohner der Gemeinde da zu sein. Wir sind von keiner Parteipolitik abhängig und werden von Fall zu Fall entscheiden, was für Engelhartstetten das Beste ist“, präsentiert Svatunek seine Intentionen.

König ergänzt: „Es gab immer nur politisches Hick-Hack und Streitereien zwischen Schwarz und Rot, wir wollen lieber arbeiten statt streiten.“ Geringer bekräftigt das: „Persönliche Befindlichkeiten waren im Vordergrund, da kann nicht vernünftig gearbeitet werden. Der Auszug der SP aus dem Gemeinderat hat die Gemeinde nur Geld gekostet“. Und Svatunek legt nach: „Solange die beiden Häuptlinge (VP-Ortschef Josef Reiter und sein Vorgänger von der SP, Andreas Zabadal, Anm.) an der Spitze stehen ,wird sich am Stillstand nichts ändern.“

Als politisches Ziel ruft die Bürgerplattform das ambitionierte Vorhaben aus, mindestens drei Mandate zu bekommen: „Dann hätten wir einen geschäftsführenden Gemeinderat, ansonsten kann man eigentlich wenig bewirken“, glaubt Geringer. Pläne sind, die Großgemeinde als Unternehmensstandort zu stärken, Bürgerinformation und -intergration bei Projekten, nachhaltiges Wirtschaften, Generationen-Treffpunkte und einen „Stammtisch“ als Ideenwerkstatt.

„Wir laden alle Interessenten ein, uns zu unterstützen, jeder ist willkommen“, wirbt Svatunek anschließend um Unterstützung.