Orth an der Donau

Erstellt am 29. Juni 2016, 04:30

von Erwin Nußbaum

FP-Ripfl gegen „Perverse“?. Blauer Gemeinderat aus Orth bringt mit Eintrag auf sozialem Netzwerk die SJ-Bezirks-Chefin gegen sich auf: „Das ist keine Meinungsfreiheit, sondern Diskriminierung.“

 |  NOEN, privat

Mit seiner Kritik am Engagement der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) bei der Regenbogenparade (größte Veranstaltung für Homosexuelle und Transgender-Personen in Österreich, Anm.) in Wien sorgt der Orther FP-Gemeinderat Markus Ripfl für Empörung. Ripfl, der auch Chef des Rings Freiheitlicher Studenten ist, äußerte sich folgendermaßen: „Ich wusste gar nicht, dass die ÖH jetzt statt einer Studentenvertretung schon eine Vertretung für Homosexuelle und Perverse ist.“

Dieser Satz bringt die Bezirksvorsitzende der Sozialistischen Jugend (SJ) im Bezirk, Jacqueline Wehofer, in Rage: „Der Kleingeist des Herrn Ripfl wird sichtbar, wenn er die Regenbogenparade-Teilnehmer als Perverse bezeichnet.“

"Ausgrenzung und Diskriminierung"

Und die Vorsitzende weiter: „Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Geschlechtsidentität zu beleidigen, ist keine freie Meinungsäußerung. Das ist schlicht Ausgrenzung und Diskriminierung.“ Mit den Angriffen der SJ konfrontiert, kontert Ripfl: „Was die SJ mit ihrem obszönen Weltbild fordert, interessiert vielleicht ein paar Steinewerfer auf Kundgebungen, aber sonst niemanden.“

Seien es doch gerade Personen wie Wehofer, die Toleranz fordern, ihm aber jetzt den Mund verbieten. Damit würden sie die Meinungsfreiheit, für die lange gekämpft wurde, massiv beschneiden.

Der FP-Gemeinderat ist weiters überzeugt, dass die ÖH keine „Geschlechterlobby-Politik betreiben, sondern sich endlich Maßnahmen für bessere Studienbedingungen überlegen“ solle. Es sei nicht die Aufgabe einer Vertretung, die von allen Studenten finanziert wird, irgendeine Lobby zu bedienen, außer die der Studenten.

Ripfl abschließend gegenüber der NÖN: „Einige Dinge an der Regenbogenparade muss man auch als pervers bezeichnen dürfen, gewisse Outfits und Verhaltensweisen gehören meiner Meinung nach auch nicht in die Öffentlichkeit.“