Orth an der Donau

Erstellt am 10. April 2017, 13:22

von Nina Wieneritsch

180 Mann trainierten auf der Donau. Mit 18 Booten – 14 aus NÖ und vier aus der Slowakei – übten Silberhelme im Bezirk Gänserndorf, was bei einem Schiffsbrands zu tun ist.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften tummelte sich jüngst entlang der Donau: Die technische Einsatzübung für 180 Feuerwehrleute mit 14 Booten der NÖ Feuerwehren und vier Booten der slowakischen Florianis hatte zum Ziel, einen Brand mit mehreren Verletzten auf einem Passagierschiff in den Griff zu kriegen. Das dynamische Medium Wasser erforderte dabei höchste Präzision.

Schwerpunkte des besonderen Trainings waren die Brandbekämpfung sowie die Rettung von verletzten Passagieren. Geübt wurde gemeinsam mit einem Rettungshubschrauber-Team. Ein wesentlicher Bestandteil war die aktive Teilnahme der slowakischen Feuerwehr. Die Silberhelme des Bezirkes arbeiten nämlich schon seit Jahren sehr intensiv mit den Feuerwehren aus den Nachbarländern Slowakei und Tschechien zusammen. Schon früh wurde erkannt, dass derartige Szenarien nur gemeinsam zu lösen sind. Und auch die Schiffsreedereien zeigen großes Interesse an der Zusammenarbeit mit den Feuerwehrkräften entlang der Donau – diese gilt als wichtiger Bestandteil für die Sicherheitskonzepte.

50 Personen von Schiff "gerettet"

Feuerwehrarzt Klaus Legner und Wasserdienst-Abschnittssachbearbeiter Markus Unger waren maßgeblich an der Ausarbeitung der Übung beteiligt. Sie legten einen Zeitplan vor, in dem die Feuerwehren entlang der Donau – beginnend mit der Berufsfeuerwehr Wien – schon während der Fahrt nach Bratislava immer wieder Evakuierungsübungen im kleinen Rahmen durchführen konnten. Die finale Übung fand dann aber in Orth an der Donau statt, wo alle Einsatzkräfte gleichzeitig eingesetzt wurden und dabei rund 50 Personen vom Schiff „retten“ konnten.

Zahlreiche Ehrengäste wie Vera Hofbauer („viadonau“), Gerhard Gürtlich vom Verkehrsministerium, Martin Blaha (Kreisberufsfeuerwehr Bratislava), Jiří Pelikán (Landesfeuerwehr-Kommandant Südmähren), Mistelbachs Bezirksfeuerwehr-Kommandant Reinhard Steyrer, Gerhard Skoff (Präsident der Danube Tourism Commission) und Stefan Scheuringer („viadonau“) nahmen als Übungsbeobachter teil.