Erstellt am 03. Dezember 2015, 05:03

von Stefan Havranek

Fix: FP tritt auch an. Die Freiheitlichen schicken mit Andreas Hruschka einen Mann mit einiger Erfahrung in der Politik ins Wahl-Rennen.

Tanja Karlitzky, Martin Salat, Andreas Hruschka und Franz Ponecz (von links) treten für die FPÖ in Engelhartstetten an.  |  NOEN, Havranek

Nun ist es fix, auch die FPÖ wird bei der Gemeinderatswahl in Engelhartstetten antreten. Die notwendigen Unterstützungserklärungen seien gesammelt und es gebe bereits eine Liste mit sieben Kandidaten. Deswegen präsentierten sich die Blauen am Samstagabend im Groißenbrunner Heurigenlokal „Bauernstub‘n Frisch“ den Bürgern.

Angeführt wird die FP-Liste von Andreas Hruschka, einem Mann mit Polit-Erfahrung: Seit 2010 saß er für das „Team Altenburg“ im Bad-Deutsch-Altenburger Gemeinderat, war dort unter anderem Umwelt- und geschäftsführender Gemeinderat. Die weiteren Listenplätze belegen Franz Ponecz, Tanja Karlitzky, Martin Salat, Christoph Hörmann sowie das Ehepaar Edith und Christian Kirschner.

„Ich bin kein Freund von Prognosen vor der Wahl“, antwortet Hruschka auf die Frage nach den Zielen: „Aber zumindest den Einzug in den Gemeinderat wollen wir schaffen. Dann wird das Ergebnis zeigen, ob wir mitgestalten oder als starkes Kontrollorgan fungieren werden.“

„Wollen Einzug in den Gemeinderat schaffen“

Als primäres Ziel geben die Blauen an, den Schuldenstand der Gemeinde senken zu wollen. Hruschka: „Das war auch in Bad Deutsch-Altenburg unsere erste Mission. Wir sind tagelang minutiös das Budget durchgegangen und haben nach Einsparungspotenzial gesucht. Das Motto war bei jedem Budgetposten: ,Brauchen wir das?‘ und wenn ja: ,Gibt es die gleiche Qualität auch zu einem günstigeren Preis?‘. Dadurch konnten wir mehrere 10.000 Euro lukrieren, die dann zur verfrühten Schuldenrückzahlung verwendet werden könnten – was auch die finanzielle Belastung durch Zinsen verringern würde.“

Die FP-Kandidaten rechnen vor: „Per 31.12.2014 gab es Schulden in Höhe von 9.274.868,20 Euro, der hochgerechnet für Jahresende 2015 einen Gesamtstand von 12.984.278,94 ergibt.“ Der Verkauf von gemeindeeigenen Grundstücken dürfe nur der letzte Ausweg sein: „Denn das sind Reserven, die frühere Generationen für die Jugend und die Zukunft aufgebaut haben“, stellt Hruschka klar.

Zur politischen Situation in der Gemeinde ist man sich einig: „Es gab jetzt lange genug Stillstand“, findet Salat, auch wenn Hruschka der SPÖ ihren Auszug aus dem Gemeinderat (der zur Neuwahl im Jänner führte) nicht übel nimmt: „Das war sicher keine leichte Entscheidung, ist aber ein legitimes demokratisches Mittel.“

Vor allem bei Großprojekten will die FP auf Volksbefragungen setzen, denn: „Wir wollen den Bürgern nichts vorschreiben“, schließt Hruschka.