Erstellt am 02. März 2016, 05:04

von Markus Szelnekovics

Flüchtling nackt in der Apotheke. Um Forderungen nach Medikamenten Nachdruck zu verleihen, zog sich Asylwerber in Geschäft aus. Polizei sorgte für Ordnung. SP-Ortschef Nentwich: "Der ist bis 1. März weg.“

Der Mann, der sich in der Leopoldsdorfer »Raphael Apotheke« entblößt hatte, wurde am 1. März in eine Einrichtung mit 24-Stunden-Betreuung verlegt.  |  NOEN, Smax

Nicht im legendären Café Hawelka, sondern in der örtlichen Apotheke entblößte sich ein Mann und wurde daraufhin von der Polizei abgeführt. Wie kam es dazu?

Der in Leopoldsdorf stationierte HIV-postitive Flüchtling braucht, unter anderem ob seiner Erkrankung, starke Medikamente. Möglicherweise wegen der falscher Einnahme der ihm verschriebenen Medikation kam er mit der vorgeschriebenen Menge nicht aus.

Nentwich: "Gemeinde hat sofort reagiert"

Laut den Angestellten suchte er deshalb mehrfach die örtliche „Raphael Apotheke“ auf und forderte unter Bedrohung des Apotheken-Personhals die Medikamente. Weiters habe sich der Mann mitten in der Apotheke entblößt, obszöne Gesten gegenüber den weiblichen Angestellten gemacht und versucht, diese zu betatschen, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Diese Vorgänge wurden mittels Handykamera festgehalten. Die alarmierte Polizei sorgte daraufhin rasch für Ordnung.

Der Vorfall blieb auch von den Blauen nicht unbemerkt. FP-Gemeinderat David Leitner, Obmann der Ortsgruppe, gegenüber der NÖN: „Dass so etwas hinter dem Rücken der Bevölkerung bearbeitet und somit vertuscht wird, ist für mich untragbar.“ Es könne nicht sein, dass gelogen werde, nur weil es sich um einen Flüchtling handle.

SP-Bürgermeister Thomas Nentwich kontert: „Wir als Gemeinde haben sofort reagiert. Diese Person passt nicht in unsere intakte Betreuung. Wir haben sofort mit der Caritas Kontakt aufgenommen und bis 1. März ist dieser Mann weg. Wir arbeiten eben konstruktiv, nicht plakativ.“