Erstellt am 08. Oktober 2015, 06:02

von Dagmar Faltner

Quartier wird bald bezogen. SP-Ortschef Freitag befürwortet die Zwei-Prozent-Quote, diese sei „gerecht und solidarisch“. Ab Ende Oktober werden Asylwerber „Agrana“-Areal bewohnen.

Puchenstubens Bürgermeister Christian Kogler (SCL-Europe), SP-Bürgermeister Robert Freitag und Christine Huber (v.l.) informierten die Gemeindebürger im Atrium über die Unterbringung von Asylwerbern.  |  NOEN, Faltner

Beim Info-Abend über die bevorstehende Eröffnung der Flüchtlingsunterkunft auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik (die NÖN berichtete), informierte zunächst Christine Huber von der Landesregierung über Daten, Zahlen und Fakten rund um die Flüchtlingsbetreuung. 40 bis 50 Personen sollen während der Abwicklung ihres Asylverfahrens in der ehemaligen Zuckerfabrik untergebracht werden.

Die Kosten dafür werden vom Land und vom Bund getragen. Christian Kogler, Prokurist der Betreuungsfirma SCL-Europe und Bürgermeister von Puchenstuben, lieferte Details zur Unterbringung und berichtete von Erfahrungen in seiner Gemeinde, die schon seit Jahren zwischen 30 und 50 Flüchtlinge (bei einer Einwohnerzahl von 330) aufnimmt. Er berichtete, dass es in seiner Gemeinde dabei keine Probleme gibt.

SP-Bürgermeister Robert Freitag versteht die Sorgen seiner Gemeindebürger, ist aber überzeugt, dass die Aufteilung der Asylwerber auf alle Bundesländer und die Gemeinden mit einem Anteil von 1,5 bis 2 Prozent gerecht und solidarisch ist. Dies sei eine bessere und menschlichere Lösung als Massenquartiere. So sei er sehr froh über das Angebot der Firma „Agrana“ und die rasche Einigung gewesen, damit Hohenau seinen Beitrag leisten kann.

Im Anschluss konnten die Gemeindebürger Fragen stellen und selbst ihre Meinung äußern. Ein großer Teil der Einwohner schien Freitags Meinung zu teilen, einige brachten jedoch Ängste, Sorgen und ihren Ärger über die Flüchtlingssituation vor.

Dennoch verlief die Veranstaltung ruhig. Noch in dieser Woche soll der Umbau der Räumlichkeiten beginnen und schon Ende Oktober sollen die ersten Asylwerber einziehen.