Strasshof an der Nordbahn

Erstellt am 23. April 2017, 02:25

Heißer Streit um letzte Ruhe. Bürgerlisten-Chef stört, dass Erlagscheine mit Zahlungsziel im Dezember im März verschickt werden. Deltl kontert.

SP-Ortschef Deltl: „Zahlungsziel wird seit 30 Jahren so vorgeschrieben.“  |  NOEN

Wer zu spät kommt, den bestraft bekanntlich das Leben. Wer allerdings (zu) früh dran ist, der riskiert, sich mit der Strasshofer Bürgerliste anzulegen. Worum geht es konkret?

Listen-Chef Paul Ebhart: Braucht die Gemeinde etwa so dringend Geld?  |  NÖN

„Die Gemeinde schickt Mitte März Zahlscheine zur Begleichung der Friedhofsgebühren aus, als Fälligkeitsdatum ist allerdings der 31. Dezember dieses Jahres vermerkt. Was soll das für einen Sinn haben? Braucht die Gemeinde etwa so dringend Geld?“, klagt Listen-Chef Paul Ebhart. Niemand denke um den Jahreswechsel mehr an die Begleichung eines Erlagscheins, der vor etwa neun Monaten per Post kam.

SP-Bürgermeister Ludwig Deltl begründet die Maßnahme: „Seit der Umstellung auf Zahlscheine vor etwa 30 Jahren wird das Zahlungsziel so vorgeschrieben.“

Es handle sich bei den Friedhofsgebühren fallweise doch um erhebliche Summen. Bei einer Frist bis Dezember hätten Bürger die Möglichkeit, den Betrag anzusparen oder mit Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld zu begleichen. Erfahrungsgemäß würden die Beiträge kurze Zeit nach der Aussendung der Erlagscheine beglichen. Nur ein kleiner Teil bezahle in der zweiten Jahreshälfte. „Ich finde es pietätlos, dass Ebhart dieses Thema über die Medien diskutiert. Gemeindedirektor Michael Gintenreither oder ich hätten ihm diese Frage sofort beantwortet“, schließt der Ortschef.